Archive for 23 Mai 2009

Normal?

Das Fräulein hat seit Monaten so eine komische Macke.
Während sie bestimmte Dinge tut kann ich selbst im Nebenraum hören was sie gerade macht, denn sie gibt es im Erzählstil von sich.

Zum Beispiel sagt sie:

  • Und Ida schmeißt sich auf das Bett und zieht und zerrt an Lutz´ Arm.
  • Ida nimmt den Pfefferbeißer und legt ihn in die Butterbrotdose.

Den ganzen Tag macht sie das immer und immer wieder. Manchmal kommt mir das doch arg merkwürdig vor.

Sie war immer schon ein Bücherwurm. Als sie so alt wie Herr Tünnes war, saß sie schon längst bereitwillig auf meinem Schoß und wir haben uns zusammen Bücher angeschaut. Bei Herrn Tünnes bezieht sich die Leidenschaft bisher lediglich aufs Verspeisen der von Fräulein Ida so heiß geliebten Bücher.

Wer weiß, vielleicht wird sie ja im späteren Leben einmal Schriftstellerin und eine berühmte Persönlichkeit. 😀

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23 Mai 2009 at 9:16 pm 9 Kommentare

Man(n) hat´s nicht leicht

Der kleine Herr Tünnes hat es manchmal wirklich nicht besonders leicht, von seiner großen Schwester oft hin und hergezerrt, umgeworfen oder in die Backe gekniffen muß der jüngste Kathymensch hier an einigen Tagen doch so einiges wegstecken.

Zudem kommt noch, daß er momentan einfach mehr will, als er kann und sich auf dem Weg zum Laufenlernen den ein oder anderen blauen Fleck holt.
Das Fräulein war in der Hinsicht gut behütet. Zu der Zeit wohnten wir noch Übergangsweise bei meinen Eltern und es war quasi rund um die Uhr jemand da, der auf sie Acht geben konnte.
Ich muß sagen, daß ich damals beim Fräulein aber auch die typische Glucke war, jede eventuelle Gefahr wurde sofort erkannt und gebannt. Herrn Tünnes kann ich aus verschiedensten Gründen natürlich nicht so beglucken aber ich muß auch sagen, daß das absolut nicht erforderlich ist.
Klar, er stößt sich hin und wieder mal den Kopf, aber im Grunde schafft er es schon sehr viel besser seinen Körper unter Kontrolle zu halten als Ida das damals in dem Entwicklungsstadium konnte.

So lassen wir den kleinen Mann also auch weitestgehend tun und machen und probieren, wie er es gerne möchte.

Heute allerdings mußte ich doch mal anmerken, daß es nicht immer das Beste ist, den kleinen Mann seine Aufgaben alleine bewältigen zu lassen.

Herr Tünnes ist eine richtige Wasserratte, er liebt das Element seit seiner Geburt und könnte stundenlang im Wasser planschen und wie wild beim Schwimmen oder in der Badewanne mit den Händen das Wasser hin- und herzuspritzen. Er ist auch überhaupt nicht scheu und verzieht keine Miene, wenn er mal einen ganzen Schwall Wasser über den Kopf bekommt. So gehen wir also regelmäßig in ein nahegelegenes Spaßbad.
Als ich heute so am Babybeckenrand stand und damit beschäftigt war des Fräuleins Schwimmflügel aufzupusten, und ich einen kurzen Blick auf die Herren der Familie warf, sah ich einen wild rudernden Herrn Tünnes, der damit beschäftigt war, krabbelnderweise seinen Kopf über dem ca. 20cm tiefen Wasser zu halten.
Wie ich schon sagte, ich bin mit Nr. 2 wahrlich nicht mehr so schreckhaft wie mit Nr. 1 aber da mußte ich jemandem doch noch einmal das Alter seines jüngsten Kindes vor Augen führen. Also ehrlich. 🙄

23 Mai 2009 at 8:57 pm 1 Kommentar


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