Samen

22 August 2009 at 9:13 pm 2 Kommentare

Eine Kindheitserinnerung. Oma Kathy, schlendert durch den großen Garten. Hält hier und da inne, bückt sich zu den blühenden Blumen herunter. Pflückt hier und da ein paar Verwelkte ab und sammelt Samenstände in Briefumschläge hinein, die sie sorgfältig beschriftet und immer auf dem Schrank an einer bestimmten Stelle aufbewahrt hat.

Frau Kathy´s Samenausbeute

Frau Kathy´s Samenausbeute

Noch heute liebe ich es, sie dabei zu beobachten, wie sie durch ihren Garten streift, den Blick in ihre Anlagen gerichtet um hier und da mal stehen zu bleiben um evtl. Unkraut oder verwelkte Blumen abzuzupfen. Es ist irgendwie ihre Art die Liebe zu ihrem Garten auszudrücken.

Einen großen Teil des Gartens haben nun wir durch den Bau unseres Hauses übernommen und war ich Anfangs so überhaupt nicht begeistert mich in Zukunft um die Gartenarbeit zu kümmern, finde ich es mittlerweile oftmals schade, wenn ich gerade keine Zeit habe, und ich zusehen muß, wie das Unkraut überdimensionale Größen annimmt.

Und wie ich heute so durch den Garten schlender und hier und da inne halte um die Samen einer Blume pflücke, die ich nächstes Jahr dringendst wieder aussähen möchte, fällt mein Blick auf das auf einer Decke liegende Fräulein Ida, wie sie mich mit einem seltsamen Lächeln bei meiner Tätigkeit beobachtet. Ich frage mich, was in ihr vorgeht. Wird sie sich auch später daran erinnern, wie ich bestimmte Dinge im und ums Haus immer und immer wieder tue. Wird sie sich daran erinnern und wird es in ihr diese wohlige, geborgene Wärme auslösen, die es in mir stets ausgelöst hat und auslöst?

Ich glaube, ich würde es sehr gerne wissen wollen.

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Entry filed under: Alltag, Erinnermich, Fräulein Ida, glücklich, liebeserklärung, Mommy.

Amazing Blog Sommer, Sonne, Sonnenschein

2 Kommentare Add your own

  • 1. June  |  23 August 2009 um 2:12 pm

    schön, einfach nur schön

  • 2. Miri  |  23 August 2009 um 10:34 pm

    Oh das wird es tuen später… ganz bestimmt… Ich habe heute noch diese Erinnerungen an früher… das Plätzchen backen mit Musik-Kasette zur Weihnachtszeit kommt mir dabei z.B. spontan in den Sinn… ich denke es ist besonders schön, wenn man Traditionen und Rituale aus seiner Kindheit übernimmt und weiter an seine eigenen Kinder gibt. Dieses Erinnern an diese besonderen Momente aus der eigenen Kindheit löst tatsächlich auch bei mir Geborgenheit und dieses „zuhause“-Gefühl aus. Wunderschön. 🙂

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