Archive for Dezember, 2009

Sportlich

Dieses Kind ist unglaublich.

In dem einen Moment ist er quietschvergnügt, gackert und lacht lauthals mit mir herum, um dann wegen einer Kleinigkeit (ich entnahm ihm die Nagelschere, mit der ich kurz zuvor des Fräuleins Fingernägel schnitt) in einem Wutanfall deluxe auszubrechen.

Er rennt los, um sich ungefähr nach zwei Metern hinter einem sehr eckigem Hocker (ich sah die Platzwunde schon bluten) hechtbaggermäßig vor die Wand zu schmeißen, zwei mal schrill aufzuchreien und dann quietschvergnügt wieder aufzustehen und weiter zu spielen.

Herr Kathy meint das hat er von mir. Phö.

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20 Dezember 2009 at 8:57 pm 1 Kommentar

Adventskalender

Das Fräulein Ida hat dieses Jahr ausnahmsweise zwei Adventskalender.

Einen von Playmo.bil, den ich ihr schon irgendwann im Oktober gekauft habe und einen, den die Mütter Eltern im Kindergarten selbst gebastelt haben.

Er besteht aus 24 selbstgenähten Filzsternen die ich an, unter der Decke hängenden, Ästen gehangen habe und mit Kleinigkeiten befüllt hab. In den meisten Sternen befindet sich allerdings ein bisschen Naschkram, da sie zum Spielen ja jeden Tag etwas in ihrem anderen Adventskalender findet.

Seit dem vierten oder fünften „Kläppchentag“ liegt sie allerdings jeden Tag auf der Couch, sieht zu den Ästen hoch und sagt:

Mama, heute möchte ich aber einen Stern ohne Süßigkeiten, ja?

Ich würde sagen, ich muß mal dafür sorgen, daß das Fräulein etwas weniger Süßkram bekommt.
Haben wir uns nicht früher über das minifuzzikleene Schokohäppchen aus dem Kalender gefreut wie Bolle???

17 Dezember 2009 at 9:21 pm 4 Kommentare

Weihnachtsfest

Heute war die Weihnachtsfeier von des Fräuleins Kindergarten.

Geschwisterkinder sollten, wenn es irgendwie geht, eben nicht mit dabei sein da dieser Nachmittag ausschließlich für die Kindergartenkinder gedacht sein sollte.

In solchen Fällen springt die Oma immer gerne ein, aber leider hatte sie ausgerechnet heute keine Zeit und so mußte ich Herrn Tünnes, der natürlich auch ausgerechnet heute nur eine Stunde Mittagsschlaf gemacht hatte und letzte Nacht zahnungs- und fieberbedingt auch nur wenig geschlafen hatte halt auch mitnehmen.

Das Theater war schon vorprogrammiert, aber das es so schlimm werden würde hatte ich nicht gedacht.

Die Kinder hatten als Überraschung für die Eltern ein Theaterstück eingeübt und das Fräulein Ida war mit einigen anderen Kindern eine Schneeflocke, die zur Musik mal langsam und sacht zur Erde fiel oder auch mal schnell und stürmisch durch die Luft gewirbelt wurde. Sie war so wunderhübsch in ihrem Kleidchen und mit dem gebastelten Schneekranz im Haar und sie hatte so viel Spaß und machte ihre Sache einfach nur toll. Ich war so traurig, daß ich eigentlich permanent damit beschäftigt war Herrn Tünnes vom demontieren der Weihnachtskrippe und deren Bewohnern abhalten mußte.

Nach dem Theaterstück, was auch noch ziemlich lange dauerte, konnten alle Kinder mit den Eltern an verschiedenen Tischen etwas basteln oder zusammen Plätzchen backen. Herr Tünnes war zu dem Zeitpunkt eigentlich schon mehr als bedient und ich wäre am liebsten gegangen, aber das Fräulein zog mich begeistert zu einem Tisch, auf dem man Steine mit Weihnachtsservietten bekleistern konnte.

Mit Herrn Tünnes auf dem Arm schaffte ich es irgendwie schweißgebadet mit ihr einen Stein mit einem Rentier zu bekleistern. Einige Zeit später hab ich es (natürlich wieder mit Tünnes unterm Arm) noch einmal kurz geschafft ein paar Mandelsplitter auf ihr Plätzchenmännchen zu drücken, und die restliche Zeit hab ich sie nur selten gesehen. Aber wenn, war sie sooo lieb und hat sich die ganze Zeit allein mit anderen Dingen beschäftigt.

Ich hatte ein dermaßen schlechtes Gewissen ihr gegenüber, daß ich mir jetzt noch auf die Lippen beißen muß, weil ich einfach so gerne nur für sie dagewesen wäre. Ich habe deutlich gespürt, wie wichtig es für sie und uns gewesen wäre.

Das sind dann immer die Situationen in denen ich mich wirklich frage wie andere das immer machen, ohne eins ihrer Kinder an den Stuhl zu ketten und mit einem Socken zu knebeln.

16 Dezember 2009 at 10:33 pm 5 Kommentare

Vornamen

Unser Herr Tünnes steht heute in der Zeitung.

Naja, nicht so direkt, aber trotzdem ist er wohl gemeint, denn in ganz Deutschland wurde in 2008 kein anderer Lutz geboren.

Genauso einzigartig hatte ich mir das damals vorgestellt mit seinem Namen. 😉

16 Dezember 2009 at 11:37 am 20 Kommentare

Freiseküddel

Das Fräulein Ida ist ein Stubenhocker wie er im Buche steht. Sie könnte sich wochenlang, Tag für Tag im Haus aufhalten.

Ich sehe zu, daß wir jeden Tag einmal am Nachmittag noch vor die Tür kommen, auch wenn ich weiß, daß sowohl Herr Tünnes als auch Fräulein Ida am Vormittag schon einmal ein bisschen frische Luft geschnappt haben.

Bei der Kälte draußen wird das zunehmend schwerer. Das Fräulein Ida ist bewegungsfaul und wie das halt so ist, wenn man sich nicht bewegt, man fängt an zu frieren.

In unserem Ort öffnen sich im Dezember traditionell die Adventsfenster und so stehe ich mit den Kindern momentan regelmäßig um 17.00 Uhr an der Kirche um mit anderen Eltern und Kindern nach dem Adventsfenster zu suchen. Man kann sich nicht vorstellen, wieviel Theater ich bis dahin schon hinter mir habe. Das Fräulein ziert sich, weint, jammert und schreit, weil sie einfach nicht nach draußen möchte.

Heute habe ich sie regelrecht überreden müssen. Lockmittel waren: die Oma kommt mit, Sitzen im Buggy statt Laufen, mit Winteranzug, mit dicken Handschuhen, mit Wärmflasche und in einer Decke eingewickelt.

Ihre Freundin aus dem Kindergarten war heute auch mit beim Adventsfenster suchen und fragte dann irgendwann kurz bevor wir wieder nach Hause gingen und das Fräulein immer noch im Buggy saß ein bisschen ratlos:

Sag mal Ida, warum sitzt du denn eigentlich im Kinderwagen?

Schade! Solche Dinge sind mit dem Fräulein Ida leider immer nur sehr schwer zu machen. Samstag waren wir bei der Tagesmutter zum Lagerfeuerabend mit Stockbrot, Heißwürstchen, Glühwein, Kakao etc. eingeladen und statt in dem für Kinder paradiesischem Garten mit vielen anderen Kindern zu spielen und Spaß beim Stockbrot machen und Kekse futtern zu haben, saß das Fräulein zusammengekauert vor dem Feuer und jammerte nach einer halben Stunde vor Kälte das es endlich nach Hause wolle.

Wäre Herr Tünnes jetzt wenigstens vom gleichen Schlag, hätte ich nicht so ein ganz ein großes Problem, denn sind wir einmal drinnen macht er ein riesen Theater, steht vor dem Fenster, zeigt raus, holt Schuhe und Jacken ran und will einfach nur Raus. 🙄

Man kann es halt nicht jedem Recht machen. 😉

15 Dezember 2009 at 10:41 pm 3 Kommentare

Bild

Am Samstag auf einem Lagerfeuerstockbrotglühweinheißwürstchenabend bei der Tagesmutter von Herrn Tünnes sein allererstes selbstgebasteltes Geschenk bekommen und angesichts des so unerwarteten Momentes doch glatt zu Tränen gerührt gewesen.

(Jaaaaha, ich weiß. Lediglich die Fingertapsen sind von ihm aber das ist doch einer gefühlsduseligen Mami völlig egal. Hach, mein Sohn!)

14 Dezember 2009 at 10:45 pm 2 Kommentare

Wolkenpipi

Mama wußtest du eigentlich, daß Regen Wolkenpipi ist?

(Ich finde das ist ein ganz wunderbares Wort für Regen und ob sie nun von allein darauf gekommen ist, wie sie sagt, oder doch nicht ist ja irgendwie auch egal.)

Ich finde es auf jeden Fall vorweihnachtlich schön, daß die Wolken hier in letzter Zeit kein Pipi lassen. 😉

14 Dezember 2009 at 10:34 pm 2 Kommentare

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