Posts filed under ‘Erinnermich’

Samen

Eine Kindheitserinnerung. Oma Kathy, schlendert durch den großen Garten. Hält hier und da inne, bückt sich zu den blühenden Blumen herunter. Pflückt hier und da ein paar Verwelkte ab und sammelt Samenstände in Briefumschläge hinein, die sie sorgfältig beschriftet und immer auf dem Schrank an einer bestimmten Stelle aufbewahrt hat.

Frau Kathy´s Samenausbeute

Frau Kathy´s Samenausbeute

Noch heute liebe ich es, sie dabei zu beobachten, wie sie durch ihren Garten streift, den Blick in ihre Anlagen gerichtet um hier und da mal stehen zu bleiben um evtl. Unkraut oder verwelkte Blumen abzuzupfen. Es ist irgendwie ihre Art die Liebe zu ihrem Garten auszudrücken.

Einen großen Teil des Gartens haben nun wir durch den Bau unseres Hauses übernommen und war ich Anfangs so überhaupt nicht begeistert mich in Zukunft um die Gartenarbeit zu kümmern, finde ich es mittlerweile oftmals schade, wenn ich gerade keine Zeit habe, und ich zusehen muß, wie das Unkraut überdimensionale Größen annimmt.

Und wie ich heute so durch den Garten schlender und hier und da inne halte um die Samen einer Blume pflücke, die ich nächstes Jahr dringendst wieder aussähen möchte, fällt mein Blick auf das auf einer Decke liegende Fräulein Ida, wie sie mich mit einem seltsamen Lächeln bei meiner Tätigkeit beobachtet. Ich frage mich, was in ihr vorgeht. Wird sie sich auch später daran erinnern, wie ich bestimmte Dinge im und ums Haus immer und immer wieder tue. Wird sie sich daran erinnern und wird es in ihr diese wohlige, geborgene Wärme auslösen, die es in mir stets ausgelöst hat und auslöst?

Ich glaube, ich würde es sehr gerne wissen wollen.

22 August 2009 at 9:13 pm 2 Kommentare

Vielleicht muß es so

Die Zeichen stehen gut. Das Fräulein ist nach nicht mal zwei Wochen wieder erkältet, und als ich damals Ida zur Welt brachte, hatte ich eine richtig, richtig fiese Erkältung. Vielleicht muß es so.

23 September 2008 at 9:40 am 9 Kommentare

Fratzmatz

Hier wurde nach Fratzen gesucht.

Da fällt mir doch wieder folgender Beitrag ein, ist zwar schon lang über ein Jahr her, aber ich hoffe, der geht auch. 😉

8 September 2008 at 7:40 pm Hinterlasse einen Kommentar

5 Jahre

Und was habt ihr heute vor fünf Jahren so gemacht? 😀

5 Juli 2008 at 8:16 am 16 Kommentare

Erinnerungen

Hormongebeutelt sollte man es nicht hören wenn man gerade dabei ist, nach vielen Wochen, endlich mal wieder in die Stadt zu fahren in der man die schönste Zeit seines Lebens verbracht hat.
Aber weil ich das Lied so mag und hier so viele GA-Fan´s lesen:

10 Mai 2008 at 10:29 pm Hinterlasse einen Kommentar

Komische Wege

Ich hatte mal eine Freundin, wie man so schön sagt, die „Beste“. Wir verbrachten während der Schulzeit wirklich jeden Tag miteinander. Irgendwann gingen wir jedoch eigene Wege, durch Partner, Beruf, Wohnortwechsel,… Der Kontakt wurde immer weniger und brach dann schließlich ab….Der letzte Kontakt war auf Herrn und Frau Kathy´s Hochzeit vor fast fünf Jahren. Dann, vor etwas über einem Jahr, der Umzug der Familie Kathy in die alte Heimat. Es trennte uns nun keine 10km und trotzdem, der Kontakt blieb aus. Naja, sieht man einmal von den Geburtstags-SMS und Gratulationen der Geburten unserer Kind(er) ab.

Auf dem Richtfest eines Kollegen sah man sich wieder, die Kinder gingen in die gleiche Krabbelgruppe. Man wollte sich Melden und Treffen, aber dabei blieb es vorerst. Dann mein 30. Geburtstag, natürlich lud ich sie ein, immerhin waren wir doch „beste Freundinnen“. Dann endlich Nägel mit Köpfen, noch auf der Party haben wir einen Termin gemacht.

Heute mit der Frau des Kollegen dort gewesen. Komisches Gefühl, komische Wege manchmal…

10 April 2008 at 8:58 pm 1 Kommentar

Mucho, mucho bescheuert!

Schon immer war es so, daß ich bei den Babyartikeln um die Schnuller herumschlawenzelt bin und am liebsten welche gekauft hätte. Das ich noch gar kein Kind hatte und eigentlich auch noch keins geplant war hat mich irgendwie wenig gestört. Die haben mich magisch angezogen und mir laut zugerufen „Kauf mich, los kauf mich!.“

Ich weiß auch nicht, ich selbst habe als Kind ja nie einen besessen, habe aber bis ins Schulalter noch am Daumen genuckelt. (meine schiefen Zähne lassen grüßen)

Für Ida habe ich mich vor der Geburt so zurückhalten können, daß ich gerade zwei Einschlafsauger gekauft hatte, ich wollte ja par tout stillen und hatte viel gelesen von Saugverwirrung etc.

Stillen klappte leider nicht wirklich gut, aber das lag nicht an den Schnullern, die ich ihr schon ab der dritten Nacht gab, um sie ein paar Minuten zu beruhigen. Seit dem kaufe ich mindestens bei jedem zweiten Drogerie- oder Supermarktbesuch eine Packung Schnuller.

Heute hab ich mal wieder einige entsorgt und dabei eine kleine Inventur gemacht. Möchte mal jemand raten, wieviel Schnuller es im Haushalt der durchgeknallten Kathy gibt?

3 April 2008 at 8:06 pm 10 Kommentare

Die schrägen Vögel

Hatte ich mal erwähnt, daß ich kein Mensch für diese Jahreszeit bin? Ich mag den Sommer und die Sonne, draußen sein von früh bis spät ohne zu frieren oder sich dick einpacken zu müssen.

Deshalb haben wir uns früher in den Wintermonaten gerne in die Sonne verzogen. Die letzten Jahre vor Ida´s Geburt zog es uns, hauptsächlich zu einem für uns groß gewordenem Hobby, zum Tauchen. Es gibt für mich einfach keine bessere Zusammenstellung für einen gelungenen Urlaub. Sonne, Wärme, Entspannung, die schönsten Unterwasserwelten, nette Menschen kennenlernen, bis in die Nacht draußen in Cafés und Kneipen sitzen, Shisha rauchen, …

In den Monaten zwischen November und März ist das Fernweh besonders schlimm. Und wenn die 4 liebsten und schrägsten Vögel in meinem Freundeskreis nicht zu meinem Geburtstag kommen können, weil sie in der Zeit einen Tauchurlaub auf den Malediven gebucht haben bin ich gleich doppelt traurig, weil sie erstens nicht auf meiner Party sein können und zweitens ohne uns in den Urlaub fahren. (Aber natürlich wünsche ich Euch auch an dieser Stelle noch einmal einen schönen Urlaub zusammen. Und Roel: Bei den schwarz-gelben Fischen darfst du gerne an mich denken 🙂 )

Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich für einen kleinen Moment traurig bin, daß wir uns derzeit nicht mal einen Tauchurlaub in Ägypten leisten könnten?

Ida scheint es zu spüren, sie ist ein wahrer Goldschatz dieser Tage und trotzdem fällt es mir manchmal ein wenig schwer, bei allem was ich stattdessen habe, nicht doch auch manchmal diesen Zeiten ein bisschen nachzutrauern.

Hier ein paar Auszüge unserer letzten Unterwasserbilder aus !!!2004!!!
Na? Wer findest den Kathy-Fisch?

Unterwasser20048    Unterwasser200410    Unterwasser200411

Unterwasser200415    Unterwasser200417    Unterwasser200419

1 März 2008 at 1:18 pm 4 Kommentare

Gewohnheitstier

Ich bin ein Gewohnheitstier.

Am liebsten stehe ich immer um die gleiche Zeit auf um dann zur gleichen Zeit aus dem Haus zu gehen und dann auf dem Weg zum Büro auf die gleichen Leute (wahrscheinlich ebenfalls Gewohnheitstiere) zu stoßen.

Bei meinen täglich immer gleichbleibenden Wegen treffe ich also immer die gleichen Menschen. Das war noch so, als ich in Dortmund des Morgens an der U-Bahn Station oder am Hauptbahnhof stand und das ist auch jetzt noch so, wenn ich nach der Arbeit auf dem Weg nach Hause an ihm vorbeifahre.

Manchmal frage ich mich, was das wohl für Menschen sind, die man täglich um die gleiche Zeit sieht. Man sieht sich an, lächelt, manchmal murmelt man Guten Morgen oder Hallo und geht seines Weges. Aber ich frage mich immer, was machen solche Leute den ganzen Tag, was für ein Leben führen sie eigentlich. Ich frage mich, ob auch die anderen merken, wenn ich mal nicht um die übliche Zeit da bin?

In Dortmund am Bahnhof hat mir einmal so ein Mensch, beim Bäcker meine Brötchen bezahlt, weil ich es nicht kleiner als 50 Euro hatte. Sie können es mir ja morgen wieder geben sagte er. Das fand ich so nett, daß ich mir von da an gedacht habe. Warum eigentlich nur morgens auf den zugigen Gleisen herumstehen wenn man sich vielleicht die Zeit mit dem Kennenlernen anderer Menschen vertreiben kann. Gesagt getan, Frau Kathy hat von da an die Menschen auf den Gleisen und im Zug angesprochen.

Es ergaben sich viele nette Gespräche, manchmal nur ein einzigen Mal, weil da kein Interesse bestand und manchmal auch öfter. Manche freuten sich morgens auf ein kurzes Pläuschchen und ganz plötzlich waren da gar nicht mehr so viele Fremde, ich wußte von vielen, wohin sie mit der Bahn fuhren, was sie arbeiteten, ob sie Familie hatten und in zwei Fällen ging es sogar soweit das man Mailadressen austauschte.

Heute habe ich einen dieser Gewohnheitstiere zufälligerweise wieder gesehen und mußte unwillkürlich an diese schöne Zeit zurückdenken und muß mir eingestehen, daß ich oft diese offene und freundliche Art der Dortmunder sehr vermisse.

22 Februar 2008 at 2:46 pm 3 Kommentare


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