Posts filed under ‘Herr Tünnes’

Heiß

Schrieb ich vor wenigen Tagen noch, daß Herr Tünnes nicht ein einziges Wort spricht, kann ich heute überraschenderweise verkünden, daß er sein ersten Wort gesprochen hat.

Er saß heute in der Badewanne und das Wasser war nicht mehr warm genug, ich ließ heißes Wasser nach und sagte ihm, daß das Wasser sehr heiß sei und er es nicht berühren solle.

Das Wort „heiß“ kennt er schon, da ich es gerne benutze, wenn der Opa seinen Kamin anhat und Herr Tünnes wie gebannt davor steht.

Jedenfalls saß er heute in der Wanne, schaute mich wie immer grinsend an, und sagte: Heisch? (dabei klang es wie eine Mischung aus heich und heisch)

Ich glaube es ist schnurzpiepegal, wie und wann Kinder das erste Wort verlauten lassen, es ist und bleibt für Frau Mama etwas ganz besonderes.

13 Januar 2010 at 11:06 pm 12 Kommentare

Feuerteufel

Herr Tünnes hat schon seit langem die Herdknöpfe für sich entdeckt, und dabei meine ich leider nicht nur die von des Fräuleins Spielküche.

Bisher ist er nicht so groß, als das ich mir Sorgen hätte machen müssen, daß er sich bei Anschalten des Herdes Verbrennungen zuzieht, denn bis er einen Stuhl bis zum Herd geschoben hat, bin ich zehn Mal bei ihm.

Schon oft hat er den Herd durch die Drehknöpfe angemacht und, da ich immer in seiner Nähe bin habe ich sie immer direkt wieder ausgemacht, natürlich mit den üblichen Verbotsfloskeln.

Da mir in unserer Küche irgendwie zu wenig Arbeitsfläche vorhanden ist, liegt auf unserem Herd bei Nichtgebrauch eine Holzplatte.

Heute Morgen war ich einen Moment zu lange mit dem Fräulein Ida in der Küche beschäftigt und der kleine Mann muß unbemerkt die Herdplatte angestellt haben, natürlich auf die höchste Stufe.

Als das Fräulein auf einmal fragte:  Warum dampft´s denn hier so? war es leider schon ein bisschen zu spät. Der Rauch verteilte sich in sekundenschnelle und man konnte es von jetzt auf gleich kaum aushalten in der Küche.

Wenn ich mir so überlege, wie alt der kleine Herr Tünnes ist und wieviel Scheißelkram er in dieser kurzen Zeit schon so angestellt hat, dann möchte ich lieber nicht weiterdenken.

Manchmal denke ich, ich bin einfach zu unachtsam, erkenne einfach nicht alle Gefahrenquellen, die er mühelos in sekundenschnelle findet. Für ihn müsste ich eigentlich permanent in Bereitschaft stehen, ihn niemals aus den Augen lassen. Das geht im Alltag aber schlecht, denn hier ist noch ein Kind, daß auf nachdrückliche Weise versucht meine alleinige Aufmerksamkeit einzufordern. Wirklich doof das.

Ich glaube, da ein neuer Herd wohl momentan einfach nicht drin sitzt, wird dann wohl diese Investition auch erst einmal ihren Zweck erfüllen.

Angesichts der Tatsache, daß die Geschichte heute Morgen auch anders hätte ausgehen können, (wäre die Holzplatte nicht auf dem Herd gewesen, hätten wir vermutlich kurze Zeit später das Haus verlassen) war ich doch recht niedergeschlagen heute.

Immerhin hat es des Fräulein´s Selbstwertgefühl aber gutgetan, denn ich hab ihr natürlich gesagt, wie toll sie aufgepasst hat:

Mama, ich bin schlau, oder? Ich bin soooo schlau, ich bin die schlauste hier im Dorf, oder? Sogar noch schlauer als die Kinder im Kindergarten.

8 Januar 2010 at 10:26 pm 10 Kommentare

Erster Kuss

Das Fräulein Ida darf sich am Abend immer aussuchen wer von uns sie ins Bett bringen soll. Nachdem das „Eine-kleine-Mickey-Maus-Los“ auf mich fiel brachte Herr Kathy unseren Herrn Tünnes dann heute Abend ins Bett.

Mit ihm auf dem Arm ging er aus des Fräuleins Zimmer und wir sagten alle wie jeden Abend „Gute Nacht“ und winkten uns zu. Herr Tünnes winkte mir auch zu, grinste und beugte sich nach vorn. Eindeutig, er wollte mir ein Küsschen geben und das holte ich mir natürlich freudesstrahlend ab. Dann drehte er sich Herrn Kathy zu, küsste ihn auf die Wange und drehte sich zu mir und wollte gleich noch eins an mich verteilen.

Ha, wenigstens einer, bei dem die Hoffnung noch nicht verloren ist.

6 Januar 2010 at 9:42 pm 4 Kommentare

Don´t Drink and Drive

6 Januar 2010 at 8:56 pm 6 Kommentare

Herr Tünnes

Herr Tünnes´ Entwicklung macht momentan gerade große Sprünge.

Das Fräulein Ida lernte in seinem Alter (15 Monate) gerade einmal richtig Laufen, konnte aber immerhin schon bis zu vier Wörter aneinanderreihen. Herr Tünnes spricht nach wie vor nicht ein einziges richtiges Wort. Aber immerhin weiß er mittlerweile fast immer, was man von ihm will, sprich, er versteht das Gesprochene. Er konzentriert sich halt nach wie vor auf den körperlichen Part und darf sogar aufgrund seiner Herumhampelei seit ein paar Wochen in seinem Hochstuhl ohne Bügel sitzen.

Wenn man ihn nach Dingen wie Nase, Ohren, Mund, Papa, Mama, Ida, usw. fragt, zeigt er wo sich diese Dinge befinden, und ganz nebenbei findet er seit diesem Spielchen auch treffsicher sein Nasenloch und weiß auch schon ganz genau, was man da so alles machen kann. Ich freu mich schon gar sehr auf noch so einen Popelhannes.

Sprachlich kommt also noch nicht wirklich was, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, daß er manchmal Wortmelodien immitiert. Aber immerhin kann er schon ein paar wenige Tiergeräusche nachmachen. Im Repertoire hat der kleine Mann: Schwein, Hund, Ente und Frosch. Na gut, Ente und Frosch klingen irgendwie ähnlich, aber „gack gack“ und „quak quak“ klingen doch auch sehr ähnlich.

Überhaupt kommuniziert Herr Tünnes mehr und mehr mit uns. Auf seine Weise halt, und die ist bei ihm fast immer mit viel Lachem verbunden. Er liebt es sich zu verstecken, oder mit mir um sein Bett fangen zu spielen. Zwischendurch lugt er dann vorsichtig hinter einer Ecke hervor und schaut mich mit seinem schelmischen Blick an und wartet darauf, daß ich irgendetwas lustiges tue. Dabei lacht er aus vollem Hals und ich lasse mich selten so sehr von einer Lache anstecken wie von seiner. Er kann einfach unglaublich herzlich lachen. Herrlich.

Was dem kleinsten Mann der Familie die größte Freude und ein breites Grinsen auf die Lippen zaubert ist eine, der Dusche frisch entstiegene, Frau Kathy. Immerhin jemand, der sich bei diesem Anblick noch erfreut. 😉 Denn sieht Herr Tünnes auch nur ein kleines bisschen nac.kte Haut an mir, kommt er quer durchs Zimmer gehechtet um seine kleinen Finger, freudesjauchzend, mit seinen scharfkantigen Fingernägeln schmerzhaft in mein Fleisch zu kneifen. Komischerweise beschränkt sich diese Angewohnheit nur auf mich und läßt nur einen einzigen Schluß zu – ich muß meine in den letzten Wochen dazugewonnen Pfunde Kilos schnellstmöglich wieder loswerden.

Was auch noch neu ist, ist die Angewohnheit sich ständig meine Hand zu schnappen und mich irgendwohin zu ziehen. Aber diese Angewohnheit nimm ich mit Kusshand, hat sie nämlich die Angwohnheit sich permanent von mir durch die Gegend tragen zu lassen fast gänzlich abgelöst.

Während das Fräulein mit sechs Monaten bereitwillig auf meinem Schoss gesessen hat und sich stundenlang Bücher vorlesen lies, interessiert sich Herr Tünnes gerade seit ein paar Tagen für Bücher. Und wenn dann auch nur Wimmbelbücher. Er hat da ein wirklich wunderschönes von Freunden geschenkt bekommen. So sitzen wir momentan vorwiegend Abends vor dem Buch und er findet gefallen daran, seinen Finger über Figuren und Dinge zu streifen und sich von mir sagen zu lassen, worum es sich dabei handelt.

Unser Herr Tünnes ist ein wirklich lustiges Kerlchen, ist für jeden Scheißelkram zu haben und wird vermutlich einmal der größte Kasperkopp. Er bereichert unseren Alltag unglaublich und ist hier nie nicht nimmer wegzudenken.

Übrigens hab ich gerade ein Video vom Fräulein Ida aus der Zeit gefunden und ich mußte gerade doch sehr schmunzeln. Für alle Passwortbesitzer gibt es dieses hier zu sehen.

4 Januar 2010 at 11:03 pm 9 Kommentare

Im Schnee

Für Herrn Tünnes war es diesen Winter ja das erste Mal, daß er Schnee gesehen bzw. auch wirklich wahrgenommen hat.

Und selbst das Fräulein Ida geht momentan sehr gerne vor die Tür und läßt sich mit dem Schlitten durch die weiße Pracht ziehen.

Schön ist das, und so entspannt.
Von mir aus kann er ruhig noch etwas länger liegen bleiben.

4 Januar 2010 at 9:51 pm Hinterlasse einen Kommentar

Jahresendzeitstimmung

Weihnachten ist vorbei. Was bleibt, sind ein paar freie Tage die hier in Ruhe und ohne viel Schaffensdrang verbracht werden.

Vor den Feiertagen gab es einen Todesfall in der Mannesfamilie, der mich wirklich sehr getroffen hat. Herr Kathy´s Onkel ist in der Nacht zum 23. nach langem Kampf gestorben und ich bin wirklich sehr traurig.

In der gleichen Nacht ging es unserem Fräulein extrem schlecht, sie verbrachte die ganze Nacht wimmernd in meinen Armen und fragte mich unentwegt mit flehendem Stimmschen wann denn das endlich einmal aufhöre mit ihren Schmerzen. Wirklich ein blödes Gefühl von extremer Hilflosigkeit, das sich da in einem breit macht.

Wie sich am Tag danach beim Arzt herausstellte, war ihr Trommelfell gerissen, hervorgerufen durch eine Mittelohrentzündung die ich des Nachts, wegen des fehlenden Fiebers, eigentlich schon ausgeschlossen hatte.

Mittlerweile geht es ihr aber schon wieder gut und die Tropfen und der Familienweihnachtstrubel, der hier immer herrscht, ließ sie alles schnell vergessen.

Es ging ihr sogar so gut, daß meine Schwester sie, wie seit längerem geplant, am zweiten Weihnachtstag für zwei Tage mit zu sich nach Hause nahm.

So ist es hier im Hause wirklich selten still und Herr Tünnes genießt sichtlich die Sonderbespaßung von Papa UND Mama, auch wenn er manchmal in Ida´s Zimmer deutet, sagt und man ihm förmlich ansieht, daß er gerne wissen würde, wo das Fräulein jetzt ist.

Zwischen den Feiertagen herrscht hier immer eine besondere Stimmung, ich finde es geht alles irgendwie langsamer und bedächtiger zu. Selbst Herr Kathy findet ausnahmsweise einmal die Ruhe um sich für ein paar Minuten des blanken Fast-Nichtstuns zu widmen und das heißt schon etwas.

Ich habe die ruhige Zeit genutzt, um einmal wieder meinen Rechner neu zu sortieren und einige Fotos auf die Festplatte zu überspielen. Dabei hab ich auch ein bisschen mit meinem Bildbearbeitungsprogramm gespielt und herausgekommen ist das hier:

Dabei wollte ich doch eigentlich endlich einmal den Gutschein einlösen, den ich bei der lieben Agi gewonnen hatte. Naja, die Tage mal.

So, und jetzt geh ich dann mal wieder die schöne Jahresendzeitsstimmung genießen.

28 Dezember 2009 at 9:59 pm 5 Kommentare

schnullersüchtig

Herr Tünnes ist schnullersüchtig.

Eigentlich soll er den Schnuller nur noch zum Schlafen bekommen. Eigentlich. Wenn ich aber so darüber nachdenke, sehe ich ihn allerdings mehr mit Schnuller im Mund als ohne, denn er findet immer irgendwo einen der Schnuller, die hier so herumfliegen. Sollte man sich dann erdreisten, ihm diesen entwenden zu wollen, kann man schon einmal ordentlich in die Finger gebissen werden.

Mittlerweile bin ich da auch ein bisschen nachlässig geworden da er sich nämlich sowieso seinen Schnullerersatz sucht, sollte er einmal keinen richtigen haben. Und dann ist es mir eigentlich lieber, er hat einen Schnuller im Mund als irgendeinen harten Gegenstand, mit dem er sich nebenbei auch noch die Zähne kaputt beißt. Mit 18 Monaten ist sowieso Feierabend, denn dann kommen alle Schnuller weg, jawoll!

So läuft Herr Tünnes also momentan permanent mit irgendetwas im Mund durch die Gegend und manchmal muß ich dabei schon wirklich schmunzeln, denn er ist dabei nicht gerade sehr wählerisch.

23 Dezember 2009 at 9:32 pm 4 Kommentare

Adventsfenster

Hier im Ort gibt es auch das Adventsfenster.

Dieses Jahr haben wir bei dieser Tradition das erste Mal mitgemacht und am Freitag wurde bei uns zu Hause das Adventsfenster geöffnet.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, ich hatte zwei Kisten (viiiiel zu viiiiiel) Glühwein besorgt, es gab warmen Kakao mit Schuss und Sahne, für die Kinder gab´s Trinkpäckchen, Gummibärchen, selbstgebackene Plätzchen , Rolf Zuckowski´s Weihnachts-CD und damit es unseren Gästen auch nicht allzu kalt wurde, gab es ein Standfeuerchen.

Selbst das, nach der zweiten unfreiwilligen Berührung mit Schnee, kurzzeitig etwas unausgeglichene Fräulein hatte Spaß an den vielen Menschen in unserem Garten und fand es lustig um das Feuer zu tanzen.

Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder mit von der Partie.

20 Dezember 2009 at 10:12 pm 4 Kommentare

Weihnachtsfest

Heute war die Weihnachtsfeier von des Fräuleins Kindergarten.

Geschwisterkinder sollten, wenn es irgendwie geht, eben nicht mit dabei sein da dieser Nachmittag ausschließlich für die Kindergartenkinder gedacht sein sollte.

In solchen Fällen springt die Oma immer gerne ein, aber leider hatte sie ausgerechnet heute keine Zeit und so mußte ich Herrn Tünnes, der natürlich auch ausgerechnet heute nur eine Stunde Mittagsschlaf gemacht hatte und letzte Nacht zahnungs- und fieberbedingt auch nur wenig geschlafen hatte halt auch mitnehmen.

Das Theater war schon vorprogrammiert, aber das es so schlimm werden würde hatte ich nicht gedacht.

Die Kinder hatten als Überraschung für die Eltern ein Theaterstück eingeübt und das Fräulein Ida war mit einigen anderen Kindern eine Schneeflocke, die zur Musik mal langsam und sacht zur Erde fiel oder auch mal schnell und stürmisch durch die Luft gewirbelt wurde. Sie war so wunderhübsch in ihrem Kleidchen und mit dem gebastelten Schneekranz im Haar und sie hatte so viel Spaß und machte ihre Sache einfach nur toll. Ich war so traurig, daß ich eigentlich permanent damit beschäftigt war Herrn Tünnes vom demontieren der Weihnachtskrippe und deren Bewohnern abhalten mußte.

Nach dem Theaterstück, was auch noch ziemlich lange dauerte, konnten alle Kinder mit den Eltern an verschiedenen Tischen etwas basteln oder zusammen Plätzchen backen. Herr Tünnes war zu dem Zeitpunkt eigentlich schon mehr als bedient und ich wäre am liebsten gegangen, aber das Fräulein zog mich begeistert zu einem Tisch, auf dem man Steine mit Weihnachtsservietten bekleistern konnte.

Mit Herrn Tünnes auf dem Arm schaffte ich es irgendwie schweißgebadet mit ihr einen Stein mit einem Rentier zu bekleistern. Einige Zeit später hab ich es (natürlich wieder mit Tünnes unterm Arm) noch einmal kurz geschafft ein paar Mandelsplitter auf ihr Plätzchenmännchen zu drücken, und die restliche Zeit hab ich sie nur selten gesehen. Aber wenn, war sie sooo lieb und hat sich die ganze Zeit allein mit anderen Dingen beschäftigt.

Ich hatte ein dermaßen schlechtes Gewissen ihr gegenüber, daß ich mir jetzt noch auf die Lippen beißen muß, weil ich einfach so gerne nur für sie dagewesen wäre. Ich habe deutlich gespürt, wie wichtig es für sie und uns gewesen wäre.

Das sind dann immer die Situationen in denen ich mich wirklich frage wie andere das immer machen, ohne eins ihrer Kinder an den Stuhl zu ketten und mit einem Socken zu knebeln.

16 Dezember 2009 at 10:33 pm 5 Kommentare

Bild

Am Samstag auf einem Lagerfeuerstockbrotglühweinheißwürstchenabend bei der Tagesmutter von Herrn Tünnes sein allererstes selbstgebasteltes Geschenk bekommen und angesichts des so unerwarteten Momentes doch glatt zu Tränen gerührt gewesen.

(Jaaaaha, ich weiß. Lediglich die Fingertapsen sind von ihm aber das ist doch einer gefühlsduseligen Mami völlig egal. Hach, mein Sohn!)

14 Dezember 2009 at 10:45 pm 2 Kommentare

Have a break

Eigentlich steht der Maxi-Cosi nur noch in der Ecke weil ich noch nicht dazu gekommen bin ihn zu verkaufen…

…naja, auch kleine angehende Fußballfans müssen mal ein kleines Päuschen machen.

23 November 2009 at 10:41 pm 8 Kommentare

Das Fräulein Ida badet

Seit Wochen kann man Herrn Tünnes eigentlich nicht eine Sekunde aus den Augen lassen und das meine ich ganz ernsthaft.
Das er hier sonst nur Scheißelkram macht ist ja nicht mal so dramatisch, aber das er dabei eine große Gefahr für sich selbst ist, hat er mir heute morgen noch einmal deutlich vor Augen gehalten, als er innerhalb von Sekunden fast durch die Setzstufen unserer Treppe in den Keller heruntergesegelt wäre.
Er ist sooo wahnsinnig schnell und hat überhaupt noch keine Ahnung von Gefahr und Risiko und manchmal denke ich, ich müßte ihn irgendwo anketten, damit solche Dinge nicht passieren.
Das kleine Problemchen ist halt nur, daß ich ja auch noch das Fräulein habe um das ich mich hin und wieder auch mal kümmern muß. (Ich frag mich immer, wie andere das mit noch mehr Kinder machen, ist mir echt ein Rätsel, jetzt ehrlich mal.)

Herr Tünnes bekam heute wieder eine 6fach- und die Pneumokokkenimpfung und der Arzt meinte noch so, daß er evtl. ein klein wenig schlecht drauf sein könnte am Nachmittag.

Und so war es dann auch. Leider stecken sich meine Kinder bei Launen sehr schnell an so hatte ich am Nachmittag gleich zwei Kinder, die vernörgelt und ein wenig schlecht gelaunt gleichzeitig versuchten auf meinen Arm zu klettern.

Da ich im Obergeschoß aber auch noch ein bisschen aufräumen wollte mußte, beschloss ich das Fräulein mal wieder in die Wanne zu stecken. (Ja, hier wird auch manchmal nur so zum Spaß gebadet.)

Erster Fehler: Denken, daß das Fräulein keinen Scheißelkram macht

Nur kurz war ich mit Herrn Tünnes eben Windeln wechseln, während das Fräulein mit dem Badeeimer das Wasser vor die Badewanne verfrachtete.
Erste Handtuch nass.

Zweiter Fehler: Badeeimer nicht entfernt

Der Wäscheständer stand im Badezimmer und da Herr Tünnes gerade so artig vor der Badewanne stand und auch nur mit der Hand so gerade bis zum Wasser kam, wollte ich die Wäsche eben abnehmen und zusammenfalten. Nur kurz habe ich gefaltete Wäsche eben in des Fräuleins Schrank gebracht als ich Freudenquietscher von Herrn Tünnes vernahm. Als ich wieder ins Badezimmer kam war Herr Tünnes gerade dabei (der Menge nach) den dritten oder vierten Badeeimer über sich zu ergießen.
Zweite und dritte Handtuch nass, Badvorleger nass, Herr Tünnes nass.

Dritter Fehler: Nassen Badvorleger nicht entfernt

Herrn Tünnes wieder auf den Wickeltisch gepackt und einmal komplett umgezogen. Ich hole wieder ein trockenes Handtuch aus dem Schrank und will den Badvorleger in die Dusche schmeißen, damit Herr Tünnes da nicht drüber läuft, da packt sich Herr Tünnes das Handtuch und schmeißt es in die Badewanne. Ich werde langsam unentspannt und werfe den Badvorleger in die Ecke statt in die Dusche und hole das Handtuch aus der Wanne und werfe es zu den restlichen nassen Sachen in den Waschtisch.
Und was macht der kleine Kerl? Der hat natürlich nichts besseres zu tun als in der Zwischenzeit über den noch in der Ecke liegenden nassen Badvorleger zu laufen und darauf herumzutrappeln, weil das so herrlich patschende Geräusche von sich gibt.

Es gibt Tage da ist das Leben einfach ein Hundenapf voll Katzenkot.

(via Hiddenlidar)

20 November 2009 at 6:04 pm 6 Kommentare

Zähne

Herr Tünnes bekommt gerade seinen 13. und 14. Zahn.
Damit ist er gut ein Jahr vor der „normal üblichen“ Zeit.

Schon seit einigen Wochen bekommt er keine Zymaflourtabletten mehr und ich putze ihm die Zähne mit ein klein wenig Zahnpasta. Und trotzdem mache ich mir ein wenig Sorgen um seine Zähne, da die kleine Wildsau einfach überall drauf herumbeißt und seine Zähne auch schon mal gerne wie einen Flaschenöffner benutzt um Döschen zu öffnen oder den Playmobilmännchen die Haare abzubeißen.

Gibt es jemanden mit älteren Kindern hier, dessen Kind auch so früh gezahnt hat und mir sagen kann, ob es irgendwelche negativen Auswirkungen hat, wenn ein Kind schon so früh seine Milchzähne bekommt?

20 November 2009 at 10:36 am 5 Kommentare

Herbstnachmittag

Mensch war das ein Stürmchen gestern hier bei uns.

Normal bin ich ja nicht so der Herbstfan, aber bei so einem Sturm geh ich gerne vor die Tür und lasse mir den Wind um die Nase wehen und so haben Herr Tünnes und ich das Fräulein Ida mit dem Buggy vom Sport abgeholt.

Nachdem das Fräulein Ida mit dem Kommentar Wo issn unser Auto? erst gar nicht so begeistert war, nun zu Fuß den Kilometer nach Hause zu laufen, fand sie schnell gefallen daran, daß sie ein wenig Mühe hatte auf den Beinen stehen zu bleiben und was gestern wirklich wunderschön anzusehen war, waren die im Kreis tänzelnden Blättern, die anschließend recht hoch durch die Luft wirbelten.

Anschließend gab´s zur Belohnung heißen Kakao und Kekse aus dem bunten Möbelhaus und damit die beiden Zankhähne sich erst gar nicht aufeinander stürzen konnten, durfte Herr Tünnes kneten und das Fräulein Ida mit Rasierschaum und Fingerfarbe malen.

 

19 November 2009 at 11:08 am 3 Kommentare

Geschützt: Pyrus

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14 November 2009 at 9:21 pm Um die Kommentare zu sehen, musst du dein Passwort eingeben.

Karottenschorle

Das Fräulein trinkt Karottenschorle, irgendwie schon immer. Sie trinkt sie in großen Mengen. Beschrieben habe ich das vor fast zwei Jahren hier schon einmal.

Da auch Lutz kein großer Fan von Wasser pur ist und ich ihm nicht so zuckerhaltige Säfte geben möchte, bekommt auch er Karottenschorle, die er auch recht gerne trinkt.

DSC08697 DSC08708

Irgendwie sind sie schon komisch, meine Kinder, denn alle (ich eingeschlossen) die das irgendwann einmal probiert haben, verziehen angeekelt das Gesicht.

11 November 2009 at 9:55 pm 7 Kommentare

Fetzen XXIII

Zeit ist hier gerade Mangelware.

Fräulein Ida und Herr Tünnes zusammen in einem Raum ist momentan eine hoch brisante Mischung. Schon blöd, wenn kleinere Geschwister immer gerade genau da sein wollen wo man selber ist und genau mit den gleichen Spielsachen spielen wollen, mit dem man gerade selber spielt. 🙄

Meine erste Arbeitswoche liegt bereits hinter mir und es ist schockierend, was man in 15 Monten so alles vergessen erfolgreich verdrängen kann.

Herr Kathy hatte letzte Woche Geburtstag, den wir gestern mit Freunden nachgefeiert haben und ich bin scheinbar eine noch schlechtere Gastgeberin als ich dachte, denn von meinem gekochten Essen wurde fast nichts angerührt, während sich alle über die Rohkostplatte hermachten. Nächstes Mal dann halt nur Kaninchenfutter!

Heute hab ich auf dem St. Martinsumzug eine alte Freundin gesprochen. Sie ist Beleghebamme in einem nahegelegenen Krankenhaus und hat die Tage eine Sturzgeburt im Foyer des Krankenhauses erlebt. Ihre Version war  wesentlich amüsanter als die der Tageszeitung. 😉

Es gab Zeiten, da hab ich Kleider und Röcke gehasst wie die dazugehörigen Strumpfhosen. (Mag sein, daß an mir damals ein waschechter Junge verloren gegangen ist) Mittlerweile mag es die Frau Kathy allerdings auch ganz gerne Mal ein bisschen fraulicher.

DSC08657DSC08667DSC08672

(Gastgeberinoutfit zu oben genannten Geburtstagsumtrunk)

8 November 2009 at 10:07 pm 8 Kommentare

Zwischenschlummer

Herr Tünnes lehnt Schlaf momentan kategorisch ab.

Tagsüber hat er seine bis zu drei Stunden Mittagsschlaf mal eben auf 45-60 Minuten reduziert und die Nacht erklärt er so zwischen 4 und 5 Uhr für beendet. Das er dann um die Mittagszeit hundemüde ist, ist dann ja auch nicht weiter verwunderlich, umso mehr dann aber das er mitten am Tag außerhalb seines Bettes noch auf meinem Arm einschläft.

Und so mußte ich dann doch schmunzeln, als er zum Ausziehen zwar aus eigener Kraft vor mir stand, jedoch tief und fest am schlummern war. 😉

3 November 2009 at 3:24 pm 2 Kommentare

Autsch

Zum Haare raufen haben wir hier übrigens einen Spezialisten im Haus.

Gezielt so schnell so viele Haare entfernen, keiner macht das mit so viel Freude und Inbrunst. 😉

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3 November 2009 at 10:19 am 2 Kommentare

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