Posts filed under ‘Mommy’

Frau Kathy: …und es heißt übrigens „Nein“!

Fräulein Ida: Nä!

16 Januar 2010 at 8:56 pm 24 Kommentare

Heiß

Schrieb ich vor wenigen Tagen noch, daß Herr Tünnes nicht ein einziges Wort spricht, kann ich heute überraschenderweise verkünden, daß er sein ersten Wort gesprochen hat.

Er saß heute in der Badewanne und das Wasser war nicht mehr warm genug, ich ließ heißes Wasser nach und sagte ihm, daß das Wasser sehr heiß sei und er es nicht berühren solle.

Das Wort „heiß“ kennt er schon, da ich es gerne benutze, wenn der Opa seinen Kamin anhat und Herr Tünnes wie gebannt davor steht.

Jedenfalls saß er heute in der Wanne, schaute mich wie immer grinsend an, und sagte: Heisch? (dabei klang es wie eine Mischung aus heich und heisch)

Ich glaube es ist schnurzpiepegal, wie und wann Kinder das erste Wort verlauten lassen, es ist und bleibt für Frau Mama etwas ganz besonderes.

13 Januar 2010 at 11:06 pm 12 Kommentare

Kleidersack

Das Fräulein hat Magen- und Darm. Schon gestern hatte sie im Kindergarten Durchfall und baute tagsüber immer weiter ab.

Am Morgen besteht das Fräulein nach wie vor auf ihre Milch, auch wenn sie sie natürlich nicht mehr aus der Flasche bekommt, trinkt sie gut 300ml. So auch heute Morgen. Vorher noch kurz dran gedacht, sie ihr evtl. zu verwehren, aber hinterher ist man immer schlauer.

Im Flur wollte sie plötzlich etwas sagen, dreht sich zu mir und spuckt mir ihren gesamten Mageninhalt fontänenartig auf mein Kleid.

Wieso ist man in solchen Momenten eigentlich für einige Sekunden völlig handlungsunfähig? Gibt´s da eigentlich eine Erklärung für?

Wie auch immer, selbst Herr Tünnes schien in Schockstarre gefallen zu sein und so standen wir zu dritt vor dieser Lache äh Milch und erst Sekunden später fing ich an zu handeln.

Als dann alle wieder frisch gewaschen und umgezogen waren, stand Frau Kathy, wie eine dreiviertelstunde zuvor auch schon, halb angezogen und ratlos vor ihrem Kleiderschrank. Auf meine rhetoriche Frage was ich denn nun bloß anziehen solle:

„Zieh doch das hier an“ sagte das Fräulein nur und zeigte auf einen blauen Kleidersack.

Gar nicht so abwegig, wo ich irgendwie permanent meine Klamotten wechseln muß, weil sie angesabbert, angespuckt oder mit Essen oder Zahnpasta beschmiert werden.

13 Januar 2010 at 10:26 pm 8 Kommentare

Feuerteufel

Herr Tünnes hat schon seit langem die Herdknöpfe für sich entdeckt, und dabei meine ich leider nicht nur die von des Fräuleins Spielküche.

Bisher ist er nicht so groß, als das ich mir Sorgen hätte machen müssen, daß er sich bei Anschalten des Herdes Verbrennungen zuzieht, denn bis er einen Stuhl bis zum Herd geschoben hat, bin ich zehn Mal bei ihm.

Schon oft hat er den Herd durch die Drehknöpfe angemacht und, da ich immer in seiner Nähe bin habe ich sie immer direkt wieder ausgemacht, natürlich mit den üblichen Verbotsfloskeln.

Da mir in unserer Küche irgendwie zu wenig Arbeitsfläche vorhanden ist, liegt auf unserem Herd bei Nichtgebrauch eine Holzplatte.

Heute Morgen war ich einen Moment zu lange mit dem Fräulein Ida in der Küche beschäftigt und der kleine Mann muß unbemerkt die Herdplatte angestellt haben, natürlich auf die höchste Stufe.

Als das Fräulein auf einmal fragte:  Warum dampft´s denn hier so? war es leider schon ein bisschen zu spät. Der Rauch verteilte sich in sekundenschnelle und man konnte es von jetzt auf gleich kaum aushalten in der Küche.

Wenn ich mir so überlege, wie alt der kleine Herr Tünnes ist und wieviel Scheißelkram er in dieser kurzen Zeit schon so angestellt hat, dann möchte ich lieber nicht weiterdenken.

Manchmal denke ich, ich bin einfach zu unachtsam, erkenne einfach nicht alle Gefahrenquellen, die er mühelos in sekundenschnelle findet. Für ihn müsste ich eigentlich permanent in Bereitschaft stehen, ihn niemals aus den Augen lassen. Das geht im Alltag aber schlecht, denn hier ist noch ein Kind, daß auf nachdrückliche Weise versucht meine alleinige Aufmerksamkeit einzufordern. Wirklich doof das.

Ich glaube, da ein neuer Herd wohl momentan einfach nicht drin sitzt, wird dann wohl diese Investition auch erst einmal ihren Zweck erfüllen.

Angesichts der Tatsache, daß die Geschichte heute Morgen auch anders hätte ausgehen können, (wäre die Holzplatte nicht auf dem Herd gewesen, hätten wir vermutlich kurze Zeit später das Haus verlassen) war ich doch recht niedergeschlagen heute.

Immerhin hat es des Fräulein´s Selbstwertgefühl aber gutgetan, denn ich hab ihr natürlich gesagt, wie toll sie aufgepasst hat:

Mama, ich bin schlau, oder? Ich bin soooo schlau, ich bin die schlauste hier im Dorf, oder? Sogar noch schlauer als die Kinder im Kindergarten.

8 Januar 2010 at 10:26 pm 10 Kommentare

Von innen

Des Fräuleins ersten Worte heute Morgen, als ich sie weckte:

Mama, ich hab den Schlafsack von innen naß gemacht.

(Da geht das zwei Wochen lang gut, ich blogge und schon geht´s daneben?)

8 Januar 2010 at 10:25 pm 2 Kommentare

Erster Kuss

Das Fräulein Ida darf sich am Abend immer aussuchen wer von uns sie ins Bett bringen soll. Nachdem das „Eine-kleine-Mickey-Maus-Los“ auf mich fiel brachte Herr Kathy unseren Herrn Tünnes dann heute Abend ins Bett.

Mit ihm auf dem Arm ging er aus des Fräuleins Zimmer und wir sagten alle wie jeden Abend „Gute Nacht“ und winkten uns zu. Herr Tünnes winkte mir auch zu, grinste und beugte sich nach vorn. Eindeutig, er wollte mir ein Küsschen geben und das holte ich mir natürlich freudesstrahlend ab. Dann drehte er sich Herrn Kathy zu, küsste ihn auf die Wange und drehte sich zu mir und wollte gleich noch eins an mich verteilen.

Ha, wenigstens einer, bei dem die Hoffnung noch nicht verloren ist.

6 Januar 2010 at 9:42 pm 4 Kommentare

Kuss

Das Fräulein Ida ist nicht besonders für Kuscheln und Schmusen zu haben und bei zu zärtlichen Berührungen entzieht sie sich meist sofort.

Wenn ich sie des Morgens wecke und ihr dabei die Hand streichel und diese auf dem Handrücken sacht küsse und sie diese beim Wegziehen am Schlafanzug abputzt ist das wohl mehr als eindeutig, oder?

Schade, wo doch an mir ein waschechtes Schmusekätzchen verloren gegangen ist.

5 Januar 2010 at 9:31 pm 8 Kommentare

Herr Tünnes

Herr Tünnes´ Entwicklung macht momentan gerade große Sprünge.

Das Fräulein Ida lernte in seinem Alter (15 Monate) gerade einmal richtig Laufen, konnte aber immerhin schon bis zu vier Wörter aneinanderreihen. Herr Tünnes spricht nach wie vor nicht ein einziges richtiges Wort. Aber immerhin weiß er mittlerweile fast immer, was man von ihm will, sprich, er versteht das Gesprochene. Er konzentriert sich halt nach wie vor auf den körperlichen Part und darf sogar aufgrund seiner Herumhampelei seit ein paar Wochen in seinem Hochstuhl ohne Bügel sitzen.

Wenn man ihn nach Dingen wie Nase, Ohren, Mund, Papa, Mama, Ida, usw. fragt, zeigt er wo sich diese Dinge befinden, und ganz nebenbei findet er seit diesem Spielchen auch treffsicher sein Nasenloch und weiß auch schon ganz genau, was man da so alles machen kann. Ich freu mich schon gar sehr auf noch so einen Popelhannes.

Sprachlich kommt also noch nicht wirklich was, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, daß er manchmal Wortmelodien immitiert. Aber immerhin kann er schon ein paar wenige Tiergeräusche nachmachen. Im Repertoire hat der kleine Mann: Schwein, Hund, Ente und Frosch. Na gut, Ente und Frosch klingen irgendwie ähnlich, aber „gack gack“ und „quak quak“ klingen doch auch sehr ähnlich.

Überhaupt kommuniziert Herr Tünnes mehr und mehr mit uns. Auf seine Weise halt, und die ist bei ihm fast immer mit viel Lachem verbunden. Er liebt es sich zu verstecken, oder mit mir um sein Bett fangen zu spielen. Zwischendurch lugt er dann vorsichtig hinter einer Ecke hervor und schaut mich mit seinem schelmischen Blick an und wartet darauf, daß ich irgendetwas lustiges tue. Dabei lacht er aus vollem Hals und ich lasse mich selten so sehr von einer Lache anstecken wie von seiner. Er kann einfach unglaublich herzlich lachen. Herrlich.

Was dem kleinsten Mann der Familie die größte Freude und ein breites Grinsen auf die Lippen zaubert ist eine, der Dusche frisch entstiegene, Frau Kathy. Immerhin jemand, der sich bei diesem Anblick noch erfreut. 😉 Denn sieht Herr Tünnes auch nur ein kleines bisschen nac.kte Haut an mir, kommt er quer durchs Zimmer gehechtet um seine kleinen Finger, freudesjauchzend, mit seinen scharfkantigen Fingernägeln schmerzhaft in mein Fleisch zu kneifen. Komischerweise beschränkt sich diese Angewohnheit nur auf mich und läßt nur einen einzigen Schluß zu – ich muß meine in den letzten Wochen dazugewonnen Pfunde Kilos schnellstmöglich wieder loswerden.

Was auch noch neu ist, ist die Angewohnheit sich ständig meine Hand zu schnappen und mich irgendwohin zu ziehen. Aber diese Angewohnheit nimm ich mit Kusshand, hat sie nämlich die Angwohnheit sich permanent von mir durch die Gegend tragen zu lassen fast gänzlich abgelöst.

Während das Fräulein mit sechs Monaten bereitwillig auf meinem Schoss gesessen hat und sich stundenlang Bücher vorlesen lies, interessiert sich Herr Tünnes gerade seit ein paar Tagen für Bücher. Und wenn dann auch nur Wimmbelbücher. Er hat da ein wirklich wunderschönes von Freunden geschenkt bekommen. So sitzen wir momentan vorwiegend Abends vor dem Buch und er findet gefallen daran, seinen Finger über Figuren und Dinge zu streifen und sich von mir sagen zu lassen, worum es sich dabei handelt.

Unser Herr Tünnes ist ein wirklich lustiges Kerlchen, ist für jeden Scheißelkram zu haben und wird vermutlich einmal der größte Kasperkopp. Er bereichert unseren Alltag unglaublich und ist hier nie nicht nimmer wegzudenken.

Übrigens hab ich gerade ein Video vom Fräulein Ida aus der Zeit gefunden und ich mußte gerade doch sehr schmunzeln. Für alle Passwortbesitzer gibt es dieses hier zu sehen.

4 Januar 2010 at 11:03 pm 9 Kommentare

Im Schnee

Für Herrn Tünnes war es diesen Winter ja das erste Mal, daß er Schnee gesehen bzw. auch wirklich wahrgenommen hat.

Und selbst das Fräulein Ida geht momentan sehr gerne vor die Tür und läßt sich mit dem Schlitten durch die weiße Pracht ziehen.

Schön ist das, und so entspannt.
Von mir aus kann er ruhig noch etwas länger liegen bleiben.

4 Januar 2010 at 9:51 pm Hinterlasse einen Kommentar

Miss Li

Seit dem wir Kinder haben, schenken wir uns eigentlich gegenseitig nichts mehr zu Weihnachten.

Meist kaufen wir eine etwas größere Anschaffung, die gerade so ansteht und das ist dann gleichzeitig unser Weihnachtsgeschenk, oder so. 😉

Also hab ich mich ein wenig selbst beschenkt und mir ein paar neue Alben beim Nr. 1 Versandhaus für CD´s, Bücher und DVD´s besorgt.

Unter anderem gab´s Musik von Miss Li, die ich übrigens nur empfehlen kann, denn seit ein paar Tagen verbreitet die  Linda hier Gute-Laune-Stimmung deluxe.

Das Fräulein steht übrigens total auf Miss Li, da wird durch die Wohnung gehüpft, mitgesungen und alle werden auf die Tanzfläche gezerrt zum mittanzen genötigt aufgefordert.

1 Januar 2010 at 10:28 pm 8 Kommentare

Das kleine Ich bin Ich

Das Fräulein Ida hat ein neues Buch.

Ein Kinderbuchklassiker. Bestimmt kennen es viele von Euch, für alle anderen handelt es von einem kleinen, bunten nicht näher bestimmbaren Wesen, welches auf der Suche nach seiner wahren Identität ist.

Dabei fragt es verschiedene Tiere, ob sie wissen, wer oder was es ist. Doch keiner weiß genau, was dieses kleine Wesen eigentlich genau ist.

Heute habe ich es dem Fräulein das erste Mal vorgelesen und sie war am Ende sehr traurig, daß dieses kleine Ich bin Ich so ganz alleine auf der Welt zu sein scheint.

Da fiel mir ein, daß in dem Umschlag eine Anleitung stand, wie man so ein kleines Ich bin Ich basteln kann und ich schlug ihr vor, daß wir zusammen ja ein kleines Ich bin Ich basteln können.

Tja, und so basteln wir dann also morgen gleich zwei kleine Ich bin Ich, denn das eine soll ja nicht so alleine sein und jemanden haben, der genauso ist wie es selbst.

Hm, ich freu mich schon. Ach ja, meine hochherzige Tochter. 😉

29 Dezember 2009 at 10:02 pm 7 Kommentare

Bewegungslegastheniker

Seit dem das Fräulein Ida ein kleines Baby war, tanzen wir fast täglich zu lauter Musik durch die Wohnung. Anfangs mit ihr auf dem Arm, mittlerweile jeder für sich. So auch heute Abend.

Fräulein Ida: Mama, mach das mal nicht so.

Frau Kathy: Wieso? Soll ich nicht so tanzen? Warum denn nicht?

Fräulein Ida: Weil das einfach nicht gut aussieht.

29 Dezember 2009 at 9:22 pm 11 Kommentare

Jahresendzeitstimmung

Weihnachten ist vorbei. Was bleibt, sind ein paar freie Tage die hier in Ruhe und ohne viel Schaffensdrang verbracht werden.

Vor den Feiertagen gab es einen Todesfall in der Mannesfamilie, der mich wirklich sehr getroffen hat. Herr Kathy´s Onkel ist in der Nacht zum 23. nach langem Kampf gestorben und ich bin wirklich sehr traurig.

In der gleichen Nacht ging es unserem Fräulein extrem schlecht, sie verbrachte die ganze Nacht wimmernd in meinen Armen und fragte mich unentwegt mit flehendem Stimmschen wann denn das endlich einmal aufhöre mit ihren Schmerzen. Wirklich ein blödes Gefühl von extremer Hilflosigkeit, das sich da in einem breit macht.

Wie sich am Tag danach beim Arzt herausstellte, war ihr Trommelfell gerissen, hervorgerufen durch eine Mittelohrentzündung die ich des Nachts, wegen des fehlenden Fiebers, eigentlich schon ausgeschlossen hatte.

Mittlerweile geht es ihr aber schon wieder gut und die Tropfen und der Familienweihnachtstrubel, der hier immer herrscht, ließ sie alles schnell vergessen.

Es ging ihr sogar so gut, daß meine Schwester sie, wie seit längerem geplant, am zweiten Weihnachtstag für zwei Tage mit zu sich nach Hause nahm.

So ist es hier im Hause wirklich selten still und Herr Tünnes genießt sichtlich die Sonderbespaßung von Papa UND Mama, auch wenn er manchmal in Ida´s Zimmer deutet, sagt und man ihm förmlich ansieht, daß er gerne wissen würde, wo das Fräulein jetzt ist.

Zwischen den Feiertagen herrscht hier immer eine besondere Stimmung, ich finde es geht alles irgendwie langsamer und bedächtiger zu. Selbst Herr Kathy findet ausnahmsweise einmal die Ruhe um sich für ein paar Minuten des blanken Fast-Nichtstuns zu widmen und das heißt schon etwas.

Ich habe die ruhige Zeit genutzt, um einmal wieder meinen Rechner neu zu sortieren und einige Fotos auf die Festplatte zu überspielen. Dabei hab ich auch ein bisschen mit meinem Bildbearbeitungsprogramm gespielt und herausgekommen ist das hier:

Dabei wollte ich doch eigentlich endlich einmal den Gutschein einlösen, den ich bei der lieben Agi gewonnen hatte. Naja, die Tage mal.

So, und jetzt geh ich dann mal wieder die schöne Jahresendzeitsstimmung genießen.

28 Dezember 2009 at 9:59 pm 5 Kommentare

Adventsfenster

Hier im Ort gibt es auch das Adventsfenster.

Dieses Jahr haben wir bei dieser Tradition das erste Mal mitgemacht und am Freitag wurde bei uns zu Hause das Adventsfenster geöffnet.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, ich hatte zwei Kisten (viiiiel zu viiiiiel) Glühwein besorgt, es gab warmen Kakao mit Schuss und Sahne, für die Kinder gab´s Trinkpäckchen, Gummibärchen, selbstgebackene Plätzchen , Rolf Zuckowski´s Weihnachts-CD und damit es unseren Gästen auch nicht allzu kalt wurde, gab es ein Standfeuerchen.

Selbst das, nach der zweiten unfreiwilligen Berührung mit Schnee, kurzzeitig etwas unausgeglichene Fräulein hatte Spaß an den vielen Menschen in unserem Garten und fand es lustig um das Feuer zu tanzen.

Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder mit von der Partie.

20 Dezember 2009 at 10:12 pm 4 Kommentare

Weihnachtsfest

Heute war die Weihnachtsfeier von des Fräuleins Kindergarten.

Geschwisterkinder sollten, wenn es irgendwie geht, eben nicht mit dabei sein da dieser Nachmittag ausschließlich für die Kindergartenkinder gedacht sein sollte.

In solchen Fällen springt die Oma immer gerne ein, aber leider hatte sie ausgerechnet heute keine Zeit und so mußte ich Herrn Tünnes, der natürlich auch ausgerechnet heute nur eine Stunde Mittagsschlaf gemacht hatte und letzte Nacht zahnungs- und fieberbedingt auch nur wenig geschlafen hatte halt auch mitnehmen.

Das Theater war schon vorprogrammiert, aber das es so schlimm werden würde hatte ich nicht gedacht.

Die Kinder hatten als Überraschung für die Eltern ein Theaterstück eingeübt und das Fräulein Ida war mit einigen anderen Kindern eine Schneeflocke, die zur Musik mal langsam und sacht zur Erde fiel oder auch mal schnell und stürmisch durch die Luft gewirbelt wurde. Sie war so wunderhübsch in ihrem Kleidchen und mit dem gebastelten Schneekranz im Haar und sie hatte so viel Spaß und machte ihre Sache einfach nur toll. Ich war so traurig, daß ich eigentlich permanent damit beschäftigt war Herrn Tünnes vom demontieren der Weihnachtskrippe und deren Bewohnern abhalten mußte.

Nach dem Theaterstück, was auch noch ziemlich lange dauerte, konnten alle Kinder mit den Eltern an verschiedenen Tischen etwas basteln oder zusammen Plätzchen backen. Herr Tünnes war zu dem Zeitpunkt eigentlich schon mehr als bedient und ich wäre am liebsten gegangen, aber das Fräulein zog mich begeistert zu einem Tisch, auf dem man Steine mit Weihnachtsservietten bekleistern konnte.

Mit Herrn Tünnes auf dem Arm schaffte ich es irgendwie schweißgebadet mit ihr einen Stein mit einem Rentier zu bekleistern. Einige Zeit später hab ich es (natürlich wieder mit Tünnes unterm Arm) noch einmal kurz geschafft ein paar Mandelsplitter auf ihr Plätzchenmännchen zu drücken, und die restliche Zeit hab ich sie nur selten gesehen. Aber wenn, war sie sooo lieb und hat sich die ganze Zeit allein mit anderen Dingen beschäftigt.

Ich hatte ein dermaßen schlechtes Gewissen ihr gegenüber, daß ich mir jetzt noch auf die Lippen beißen muß, weil ich einfach so gerne nur für sie dagewesen wäre. Ich habe deutlich gespürt, wie wichtig es für sie und uns gewesen wäre.

Das sind dann immer die Situationen in denen ich mich wirklich frage wie andere das immer machen, ohne eins ihrer Kinder an den Stuhl zu ketten und mit einem Socken zu knebeln.

16 Dezember 2009 at 10:33 pm 5 Kommentare

Bild

Am Samstag auf einem Lagerfeuerstockbrotglühweinheißwürstchenabend bei der Tagesmutter von Herrn Tünnes sein allererstes selbstgebasteltes Geschenk bekommen und angesichts des so unerwarteten Momentes doch glatt zu Tränen gerührt gewesen.

(Jaaaaha, ich weiß. Lediglich die Fingertapsen sind von ihm aber das ist doch einer gefühlsduseligen Mami völlig egal. Hach, mein Sohn!)

14 Dezember 2009 at 10:45 pm 2 Kommentare

TM 31

Mein Haushalt beinhaltet grundsätzlich alles, was ein einigermaßen vollständiger Haushalt eben beinhalten muß.

Deshalb gehe ich immer ruhigen Gewissens auf so tolle Werbeverkaufsveranstaltungen bei Freunden oder Nachbarn, denn: Ich brauch ja nix, ich kauf ja nix. Nech?

Hat von Euch jemand vielleicht ein bisschen Kleingeld übrig damit ich mir dieses Maschinchen leisten kann. Wahnsinn!!!

4 Dezember 2009 at 1:08 pm 11 Kommentare

Leberwursttoast

Unschön, wenn das Fräulein Ida mir im Kindergarten ihr gesamtes Frühstück in die Hände erbricht.

Ich finde Leberwursttoast riecht schon bescheiden wenn es frisch vor mir liegt….

27 November 2009 at 9:47 am 5 Kommentare

Mit dem Zweiten

Vor vielen Jahren hatte ich einmal das Pfeiffersche Drüsenfieber.

Mit von der Partie war damals mein erster Herpesvirus und seit dem weiß ich auch, daß dieser an der Lippe unangenehm ist, aber am Auge fast unerträglich sein kann.

Am linken Auge saß er damals und seine Folgen bekomme ich im Winter immer wieder zu spüren.

Durch den Herpesvirus sind meine Tränenwege oben und unten damals zusammengewachsen oder verstopft oder was weiß ich und die Tränenflüssigkeit die das Auge so produziert konnten auf natürlichem Weg überhaupt nicht mehr abfließen, sondern kullerten allesamt immer einfach über die Lidkante aus dem Auge die Wange herunter.

Hört sich im ersten Moment nicht so dramatisch an, aber man hat ja so als gesunder Tränenwegskanalbesitzer überhaupt keine Ahnung, wieviel Tränenflüssigkeit so ein Auge am Tag produziert.

Mein ständiger Begleiter also vor Jahren: Taschentücher, viel Taschentücher.

Durch das ständige Wischen mit dem Taschentuch (oder bei Nichtvorhandensein, wahlweise auch mal mit der Hand oder dem Ärmel) hätte ich die Schminke auch gleich weglassen können hatte ich alle paar Wochen eine fiese eitrige Augenentzündung. Es war einfach rundum eine recht unangenehme Sache, da mein Auge wirklich ständig tränte und draußen war es durch Sonne und Wind oft einfach unerträglich. Die Haut war durch die Tränenflüssigkeit gerötet und vor fremden Menschen fand ich es einfach absolut unangenehm mir im Sekundentakt meine Tränchen wegwischen zu müssen.

Der Arzt riet mir zu einer Augen-OP, in der die Tränenwege wieder hergestellt werden sollten indem mir in die Tränenwegskanäle ein kleiner Schlauch gelegt werden sollte, der nach einer längeren Zeit dann wieder entfernt werden sollte.

Die erste OP verlief gut, allerdings waren die Tränenwege nach Ziehen des Schlauches immer noch nicht durchgängig.

Die zweite OP brachte dann beim OBEREN Tränenwegskanal den Erfolg und nach über 5 Jahren dauerentzündetem Auge und absolutem Unwohlsein war das Tränen meines Auges nicht mehr ganz so heftig.

Im Sommer merke ich es so gut wie gar nicht. Nur jetzt im Herbst und Winter bei Kälte, Wind, und trockener Heizungsluft tränt mein Auge einfach zu viel für NUR einen Tränenkanal.

Und so sehe ich nach nur zwei Spaziergängen mit den Kindern aus wie Karl Dall persönlich, habe rote, fleckige Haut unter meinem Auge, ich habe ein geschminktes und ein nahezu ungeschminktes Auge und es brennt im Auge wie als würde sich der erste Augenentzündung des Jahres anbahnen.

Ach ja, ich bleib dabei. Ich bin ein Frühlings- und Sommermensch.

26 November 2009 at 10:21 pm 6 Kommentare

Unauffindbar

Momentan verbringt Herr Kathy seine arbeitsfreie Zeit im Keller. Nicht, daß wir ihn dorthin verbannt hätten, nein, er will muß den zum größten Teil noch im Rohbau befindlichen Keller nach und nach in einen tatsächlich nutzbaren Keller verwandeln. Sprich, er verlegt Trockenestrich, Bodenbeläge, er tapetziert, streicht, baut Regale, räumt Krams und Kisten von hier nach da, und und und.

So, und jetzt darf drei Mal geraten werden welche Kiste mit welchem Dekorationsschnickeldi gerade zur Zeit irgendwie unauffindbar ist…

🙄

22 November 2009 at 9:49 pm 10 Kommentare

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