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Frau Kathy: …und es heißt übrigens „Nein“!

Fräulein Ida: Nä!

16 Januar 2010 at 8:56 pm 24 Kommentare

Kleidersack

Das Fräulein hat Magen- und Darm. Schon gestern hatte sie im Kindergarten Durchfall und baute tagsüber immer weiter ab.

Am Morgen besteht das Fräulein nach wie vor auf ihre Milch, auch wenn sie sie natürlich nicht mehr aus der Flasche bekommt, trinkt sie gut 300ml. So auch heute Morgen. Vorher noch kurz dran gedacht, sie ihr evtl. zu verwehren, aber hinterher ist man immer schlauer.

Im Flur wollte sie plötzlich etwas sagen, dreht sich zu mir und spuckt mir ihren gesamten Mageninhalt fontänenartig auf mein Kleid.

Wieso ist man in solchen Momenten eigentlich für einige Sekunden völlig handlungsunfähig? Gibt´s da eigentlich eine Erklärung für?

Wie auch immer, selbst Herr Tünnes schien in Schockstarre gefallen zu sein und so standen wir zu dritt vor dieser Lache äh Milch und erst Sekunden später fing ich an zu handeln.

Als dann alle wieder frisch gewaschen und umgezogen waren, stand Frau Kathy, wie eine dreiviertelstunde zuvor auch schon, halb angezogen und ratlos vor ihrem Kleiderschrank. Auf meine rhetoriche Frage was ich denn nun bloß anziehen solle:

„Zieh doch das hier an“ sagte das Fräulein nur und zeigte auf einen blauen Kleidersack.

Gar nicht so abwegig, wo ich irgendwie permanent meine Klamotten wechseln muß, weil sie angesabbert, angespuckt oder mit Essen oder Zahnpasta beschmiert werden.

13 Januar 2010 at 10:26 pm 8 Kommentare

Feuerteufel

Herr Tünnes hat schon seit langem die Herdknöpfe für sich entdeckt, und dabei meine ich leider nicht nur die von des Fräuleins Spielküche.

Bisher ist er nicht so groß, als das ich mir Sorgen hätte machen müssen, daß er sich bei Anschalten des Herdes Verbrennungen zuzieht, denn bis er einen Stuhl bis zum Herd geschoben hat, bin ich zehn Mal bei ihm.

Schon oft hat er den Herd durch die Drehknöpfe angemacht und, da ich immer in seiner Nähe bin habe ich sie immer direkt wieder ausgemacht, natürlich mit den üblichen Verbotsfloskeln.

Da mir in unserer Küche irgendwie zu wenig Arbeitsfläche vorhanden ist, liegt auf unserem Herd bei Nichtgebrauch eine Holzplatte.

Heute Morgen war ich einen Moment zu lange mit dem Fräulein Ida in der Küche beschäftigt und der kleine Mann muß unbemerkt die Herdplatte angestellt haben, natürlich auf die höchste Stufe.

Als das Fräulein auf einmal fragte:  Warum dampft´s denn hier so? war es leider schon ein bisschen zu spät. Der Rauch verteilte sich in sekundenschnelle und man konnte es von jetzt auf gleich kaum aushalten in der Küche.

Wenn ich mir so überlege, wie alt der kleine Herr Tünnes ist und wieviel Scheißelkram er in dieser kurzen Zeit schon so angestellt hat, dann möchte ich lieber nicht weiterdenken.

Manchmal denke ich, ich bin einfach zu unachtsam, erkenne einfach nicht alle Gefahrenquellen, die er mühelos in sekundenschnelle findet. Für ihn müsste ich eigentlich permanent in Bereitschaft stehen, ihn niemals aus den Augen lassen. Das geht im Alltag aber schlecht, denn hier ist noch ein Kind, daß auf nachdrückliche Weise versucht meine alleinige Aufmerksamkeit einzufordern. Wirklich doof das.

Ich glaube, da ein neuer Herd wohl momentan einfach nicht drin sitzt, wird dann wohl diese Investition auch erst einmal ihren Zweck erfüllen.

Angesichts der Tatsache, daß die Geschichte heute Morgen auch anders hätte ausgehen können, (wäre die Holzplatte nicht auf dem Herd gewesen, hätten wir vermutlich kurze Zeit später das Haus verlassen) war ich doch recht niedergeschlagen heute.

Immerhin hat es des Fräulein´s Selbstwertgefühl aber gutgetan, denn ich hab ihr natürlich gesagt, wie toll sie aufgepasst hat:

Mama, ich bin schlau, oder? Ich bin soooo schlau, ich bin die schlauste hier im Dorf, oder? Sogar noch schlauer als die Kinder im Kindergarten.

8 Januar 2010 at 10:26 pm 10 Kommentare

Jahresendzeitstimmung

Weihnachten ist vorbei. Was bleibt, sind ein paar freie Tage die hier in Ruhe und ohne viel Schaffensdrang verbracht werden.

Vor den Feiertagen gab es einen Todesfall in der Mannesfamilie, der mich wirklich sehr getroffen hat. Herr Kathy´s Onkel ist in der Nacht zum 23. nach langem Kampf gestorben und ich bin wirklich sehr traurig.

In der gleichen Nacht ging es unserem Fräulein extrem schlecht, sie verbrachte die ganze Nacht wimmernd in meinen Armen und fragte mich unentwegt mit flehendem Stimmschen wann denn das endlich einmal aufhöre mit ihren Schmerzen. Wirklich ein blödes Gefühl von extremer Hilflosigkeit, das sich da in einem breit macht.

Wie sich am Tag danach beim Arzt herausstellte, war ihr Trommelfell gerissen, hervorgerufen durch eine Mittelohrentzündung die ich des Nachts, wegen des fehlenden Fiebers, eigentlich schon ausgeschlossen hatte.

Mittlerweile geht es ihr aber schon wieder gut und die Tropfen und der Familienweihnachtstrubel, der hier immer herrscht, ließ sie alles schnell vergessen.

Es ging ihr sogar so gut, daß meine Schwester sie, wie seit längerem geplant, am zweiten Weihnachtstag für zwei Tage mit zu sich nach Hause nahm.

So ist es hier im Hause wirklich selten still und Herr Tünnes genießt sichtlich die Sonderbespaßung von Papa UND Mama, auch wenn er manchmal in Ida´s Zimmer deutet, sagt und man ihm förmlich ansieht, daß er gerne wissen würde, wo das Fräulein jetzt ist.

Zwischen den Feiertagen herrscht hier immer eine besondere Stimmung, ich finde es geht alles irgendwie langsamer und bedächtiger zu. Selbst Herr Kathy findet ausnahmsweise einmal die Ruhe um sich für ein paar Minuten des blanken Fast-Nichtstuns zu widmen und das heißt schon etwas.

Ich habe die ruhige Zeit genutzt, um einmal wieder meinen Rechner neu zu sortieren und einige Fotos auf die Festplatte zu überspielen. Dabei hab ich auch ein bisschen mit meinem Bildbearbeitungsprogramm gespielt und herausgekommen ist das hier:

Dabei wollte ich doch eigentlich endlich einmal den Gutschein einlösen, den ich bei der lieben Agi gewonnen hatte. Naja, die Tage mal.

So, und jetzt geh ich dann mal wieder die schöne Jahresendzeitsstimmung genießen.

28 Dezember 2009 at 9:59 pm 5 Kommentare

schnullersüchtig

Herr Tünnes ist schnullersüchtig.

Eigentlich soll er den Schnuller nur noch zum Schlafen bekommen. Eigentlich. Wenn ich aber so darüber nachdenke, sehe ich ihn allerdings mehr mit Schnuller im Mund als ohne, denn er findet immer irgendwo einen der Schnuller, die hier so herumfliegen. Sollte man sich dann erdreisten, ihm diesen entwenden zu wollen, kann man schon einmal ordentlich in die Finger gebissen werden.

Mittlerweile bin ich da auch ein bisschen nachlässig geworden da er sich nämlich sowieso seinen Schnullerersatz sucht, sollte er einmal keinen richtigen haben. Und dann ist es mir eigentlich lieber, er hat einen Schnuller im Mund als irgendeinen harten Gegenstand, mit dem er sich nebenbei auch noch die Zähne kaputt beißt. Mit 18 Monaten ist sowieso Feierabend, denn dann kommen alle Schnuller weg, jawoll!

So läuft Herr Tünnes also momentan permanent mit irgendetwas im Mund durch die Gegend und manchmal muß ich dabei schon wirklich schmunzeln, denn er ist dabei nicht gerade sehr wählerisch.

23 Dezember 2009 at 9:32 pm 4 Kommentare

Weihnachtsfest

Heute war die Weihnachtsfeier von des Fräuleins Kindergarten.

Geschwisterkinder sollten, wenn es irgendwie geht, eben nicht mit dabei sein da dieser Nachmittag ausschließlich für die Kindergartenkinder gedacht sein sollte.

In solchen Fällen springt die Oma immer gerne ein, aber leider hatte sie ausgerechnet heute keine Zeit und so mußte ich Herrn Tünnes, der natürlich auch ausgerechnet heute nur eine Stunde Mittagsschlaf gemacht hatte und letzte Nacht zahnungs- und fieberbedingt auch nur wenig geschlafen hatte halt auch mitnehmen.

Das Theater war schon vorprogrammiert, aber das es so schlimm werden würde hatte ich nicht gedacht.

Die Kinder hatten als Überraschung für die Eltern ein Theaterstück eingeübt und das Fräulein Ida war mit einigen anderen Kindern eine Schneeflocke, die zur Musik mal langsam und sacht zur Erde fiel oder auch mal schnell und stürmisch durch die Luft gewirbelt wurde. Sie war so wunderhübsch in ihrem Kleidchen und mit dem gebastelten Schneekranz im Haar und sie hatte so viel Spaß und machte ihre Sache einfach nur toll. Ich war so traurig, daß ich eigentlich permanent damit beschäftigt war Herrn Tünnes vom demontieren der Weihnachtskrippe und deren Bewohnern abhalten mußte.

Nach dem Theaterstück, was auch noch ziemlich lange dauerte, konnten alle Kinder mit den Eltern an verschiedenen Tischen etwas basteln oder zusammen Plätzchen backen. Herr Tünnes war zu dem Zeitpunkt eigentlich schon mehr als bedient und ich wäre am liebsten gegangen, aber das Fräulein zog mich begeistert zu einem Tisch, auf dem man Steine mit Weihnachtsservietten bekleistern konnte.

Mit Herrn Tünnes auf dem Arm schaffte ich es irgendwie schweißgebadet mit ihr einen Stein mit einem Rentier zu bekleistern. Einige Zeit später hab ich es (natürlich wieder mit Tünnes unterm Arm) noch einmal kurz geschafft ein paar Mandelsplitter auf ihr Plätzchenmännchen zu drücken, und die restliche Zeit hab ich sie nur selten gesehen. Aber wenn, war sie sooo lieb und hat sich die ganze Zeit allein mit anderen Dingen beschäftigt.

Ich hatte ein dermaßen schlechtes Gewissen ihr gegenüber, daß ich mir jetzt noch auf die Lippen beißen muß, weil ich einfach so gerne nur für sie dagewesen wäre. Ich habe deutlich gespürt, wie wichtig es für sie und uns gewesen wäre.

Das sind dann immer die Situationen in denen ich mich wirklich frage wie andere das immer machen, ohne eins ihrer Kinder an den Stuhl zu ketten und mit einem Socken zu knebeln.

16 Dezember 2009 at 10:33 pm 5 Kommentare

Freiseküddel

Das Fräulein Ida ist ein Stubenhocker wie er im Buche steht. Sie könnte sich wochenlang, Tag für Tag im Haus aufhalten.

Ich sehe zu, daß wir jeden Tag einmal am Nachmittag noch vor die Tür kommen, auch wenn ich weiß, daß sowohl Herr Tünnes als auch Fräulein Ida am Vormittag schon einmal ein bisschen frische Luft geschnappt haben.

Bei der Kälte draußen wird das zunehmend schwerer. Das Fräulein Ida ist bewegungsfaul und wie das halt so ist, wenn man sich nicht bewegt, man fängt an zu frieren.

In unserem Ort öffnen sich im Dezember traditionell die Adventsfenster und so stehe ich mit den Kindern momentan regelmäßig um 17.00 Uhr an der Kirche um mit anderen Eltern und Kindern nach dem Adventsfenster zu suchen. Man kann sich nicht vorstellen, wieviel Theater ich bis dahin schon hinter mir habe. Das Fräulein ziert sich, weint, jammert und schreit, weil sie einfach nicht nach draußen möchte.

Heute habe ich sie regelrecht überreden müssen. Lockmittel waren: die Oma kommt mit, Sitzen im Buggy statt Laufen, mit Winteranzug, mit dicken Handschuhen, mit Wärmflasche und in einer Decke eingewickelt.

Ihre Freundin aus dem Kindergarten war heute auch mit beim Adventsfenster suchen und fragte dann irgendwann kurz bevor wir wieder nach Hause gingen und das Fräulein immer noch im Buggy saß ein bisschen ratlos:

Sag mal Ida, warum sitzt du denn eigentlich im Kinderwagen?

Schade! Solche Dinge sind mit dem Fräulein Ida leider immer nur sehr schwer zu machen. Samstag waren wir bei der Tagesmutter zum Lagerfeuerabend mit Stockbrot, Heißwürstchen, Glühwein, Kakao etc. eingeladen und statt in dem für Kinder paradiesischem Garten mit vielen anderen Kindern zu spielen und Spaß beim Stockbrot machen und Kekse futtern zu haben, saß das Fräulein zusammengekauert vor dem Feuer und jammerte nach einer halben Stunde vor Kälte das es endlich nach Hause wolle.

Wäre Herr Tünnes jetzt wenigstens vom gleichen Schlag, hätte ich nicht so ein ganz ein großes Problem, denn sind wir einmal drinnen macht er ein riesen Theater, steht vor dem Fenster, zeigt raus, holt Schuhe und Jacken ran und will einfach nur Raus. 🙄

Man kann es halt nicht jedem Recht machen. 😉

15 Dezember 2009 at 10:41 pm 3 Kommentare

Leberwursttoast

Unschön, wenn das Fräulein Ida mir im Kindergarten ihr gesamtes Frühstück in die Hände erbricht.

Ich finde Leberwursttoast riecht schon bescheiden wenn es frisch vor mir liegt….

27 November 2009 at 9:47 am 5 Kommentare

Mit dem Zweiten

Vor vielen Jahren hatte ich einmal das Pfeiffersche Drüsenfieber.

Mit von der Partie war damals mein erster Herpesvirus und seit dem weiß ich auch, daß dieser an der Lippe unangenehm ist, aber am Auge fast unerträglich sein kann.

Am linken Auge saß er damals und seine Folgen bekomme ich im Winter immer wieder zu spüren.

Durch den Herpesvirus sind meine Tränenwege oben und unten damals zusammengewachsen oder verstopft oder was weiß ich und die Tränenflüssigkeit die das Auge so produziert konnten auf natürlichem Weg überhaupt nicht mehr abfließen, sondern kullerten allesamt immer einfach über die Lidkante aus dem Auge die Wange herunter.

Hört sich im ersten Moment nicht so dramatisch an, aber man hat ja so als gesunder Tränenwegskanalbesitzer überhaupt keine Ahnung, wieviel Tränenflüssigkeit so ein Auge am Tag produziert.

Mein ständiger Begleiter also vor Jahren: Taschentücher, viel Taschentücher.

Durch das ständige Wischen mit dem Taschentuch (oder bei Nichtvorhandensein, wahlweise auch mal mit der Hand oder dem Ärmel) hätte ich die Schminke auch gleich weglassen können hatte ich alle paar Wochen eine fiese eitrige Augenentzündung. Es war einfach rundum eine recht unangenehme Sache, da mein Auge wirklich ständig tränte und draußen war es durch Sonne und Wind oft einfach unerträglich. Die Haut war durch die Tränenflüssigkeit gerötet und vor fremden Menschen fand ich es einfach absolut unangenehm mir im Sekundentakt meine Tränchen wegwischen zu müssen.

Der Arzt riet mir zu einer Augen-OP, in der die Tränenwege wieder hergestellt werden sollten indem mir in die Tränenwegskanäle ein kleiner Schlauch gelegt werden sollte, der nach einer längeren Zeit dann wieder entfernt werden sollte.

Die erste OP verlief gut, allerdings waren die Tränenwege nach Ziehen des Schlauches immer noch nicht durchgängig.

Die zweite OP brachte dann beim OBEREN Tränenwegskanal den Erfolg und nach über 5 Jahren dauerentzündetem Auge und absolutem Unwohlsein war das Tränen meines Auges nicht mehr ganz so heftig.

Im Sommer merke ich es so gut wie gar nicht. Nur jetzt im Herbst und Winter bei Kälte, Wind, und trockener Heizungsluft tränt mein Auge einfach zu viel für NUR einen Tränenkanal.

Und so sehe ich nach nur zwei Spaziergängen mit den Kindern aus wie Karl Dall persönlich, habe rote, fleckige Haut unter meinem Auge, ich habe ein geschminktes und ein nahezu ungeschminktes Auge und es brennt im Auge wie als würde sich der erste Augenentzündung des Jahres anbahnen.

Ach ja, ich bleib dabei. Ich bin ein Frühlings- und Sommermensch.

26 November 2009 at 10:21 pm 6 Kommentare

Unauffindbar

Momentan verbringt Herr Kathy seine arbeitsfreie Zeit im Keller. Nicht, daß wir ihn dorthin verbannt hätten, nein, er will muß den zum größten Teil noch im Rohbau befindlichen Keller nach und nach in einen tatsächlich nutzbaren Keller verwandeln. Sprich, er verlegt Trockenestrich, Bodenbeläge, er tapetziert, streicht, baut Regale, räumt Krams und Kisten von hier nach da, und und und.

So, und jetzt darf drei Mal geraten werden welche Kiste mit welchem Dekorationsschnickeldi gerade zur Zeit irgendwie unauffindbar ist…

🙄

22 November 2009 at 9:49 pm 10 Kommentare

Das Fräulein Ida badet

Seit Wochen kann man Herrn Tünnes eigentlich nicht eine Sekunde aus den Augen lassen und das meine ich ganz ernsthaft.
Das er hier sonst nur Scheißelkram macht ist ja nicht mal so dramatisch, aber das er dabei eine große Gefahr für sich selbst ist, hat er mir heute morgen noch einmal deutlich vor Augen gehalten, als er innerhalb von Sekunden fast durch die Setzstufen unserer Treppe in den Keller heruntergesegelt wäre.
Er ist sooo wahnsinnig schnell und hat überhaupt noch keine Ahnung von Gefahr und Risiko und manchmal denke ich, ich müßte ihn irgendwo anketten, damit solche Dinge nicht passieren.
Das kleine Problemchen ist halt nur, daß ich ja auch noch das Fräulein habe um das ich mich hin und wieder auch mal kümmern muß. (Ich frag mich immer, wie andere das mit noch mehr Kinder machen, ist mir echt ein Rätsel, jetzt ehrlich mal.)

Herr Tünnes bekam heute wieder eine 6fach- und die Pneumokokkenimpfung und der Arzt meinte noch so, daß er evtl. ein klein wenig schlecht drauf sein könnte am Nachmittag.

Und so war es dann auch. Leider stecken sich meine Kinder bei Launen sehr schnell an so hatte ich am Nachmittag gleich zwei Kinder, die vernörgelt und ein wenig schlecht gelaunt gleichzeitig versuchten auf meinen Arm zu klettern.

Da ich im Obergeschoß aber auch noch ein bisschen aufräumen wollte mußte, beschloss ich das Fräulein mal wieder in die Wanne zu stecken. (Ja, hier wird auch manchmal nur so zum Spaß gebadet.)

Erster Fehler: Denken, daß das Fräulein keinen Scheißelkram macht

Nur kurz war ich mit Herrn Tünnes eben Windeln wechseln, während das Fräulein mit dem Badeeimer das Wasser vor die Badewanne verfrachtete.
Erste Handtuch nass.

Zweiter Fehler: Badeeimer nicht entfernt

Der Wäscheständer stand im Badezimmer und da Herr Tünnes gerade so artig vor der Badewanne stand und auch nur mit der Hand so gerade bis zum Wasser kam, wollte ich die Wäsche eben abnehmen und zusammenfalten. Nur kurz habe ich gefaltete Wäsche eben in des Fräuleins Schrank gebracht als ich Freudenquietscher von Herrn Tünnes vernahm. Als ich wieder ins Badezimmer kam war Herr Tünnes gerade dabei (der Menge nach) den dritten oder vierten Badeeimer über sich zu ergießen.
Zweite und dritte Handtuch nass, Badvorleger nass, Herr Tünnes nass.

Dritter Fehler: Nassen Badvorleger nicht entfernt

Herrn Tünnes wieder auf den Wickeltisch gepackt und einmal komplett umgezogen. Ich hole wieder ein trockenes Handtuch aus dem Schrank und will den Badvorleger in die Dusche schmeißen, damit Herr Tünnes da nicht drüber läuft, da packt sich Herr Tünnes das Handtuch und schmeißt es in die Badewanne. Ich werde langsam unentspannt und werfe den Badvorleger in die Ecke statt in die Dusche und hole das Handtuch aus der Wanne und werfe es zu den restlichen nassen Sachen in den Waschtisch.
Und was macht der kleine Kerl? Der hat natürlich nichts besseres zu tun als in der Zwischenzeit über den noch in der Ecke liegenden nassen Badvorleger zu laufen und darauf herumzutrappeln, weil das so herrlich patschende Geräusche von sich gibt.

Es gibt Tage da ist das Leben einfach ein Hundenapf voll Katzenkot.

(via Hiddenlidar)

20 November 2009 at 6:04 pm 6 Kommentare

.

Kann man einer Mutter sagen das ihr Kind zum abgewöhnen sei und sich scheinbar noch nicht einmal ein klitzekleinbisschen merkwürdig dabei vorkommen?

Je mehr ich darüber nachdenke, desto wütender macht es mich.
Unser Fräulein ist wahrlich nicht das einfachste Kind, sie weiß genau was sie will und was nicht und flippt bei den kleinsten alltäglichen Dingen oft gleich aus wie eine Furie, und tut dies mehr und mehr auch vor anderen Menschen, aber gibt es jemandem, der sie nur gelegentlich alle paar Wochen einmal länger als 3 Minuten sieht, deshalb das Recht soetwas zu sagen?

Ich bin irgendwie traurig, wütend, schockiert und fassungslos zugleich.

Unser Fräulein hat so wahnsinnig tolle Züge, ich bin traurig und ein bisschen ängstlich, daß auch andere Menschen sie so sehen könnten!!
Sie ist nicht zum abgewöhnen. Nein das ist sie ganz sicher nicht!

19 November 2009 at 12:28 pm 20 Kommentare

Fetzen XXIII

Zeit ist hier gerade Mangelware.

Fräulein Ida und Herr Tünnes zusammen in einem Raum ist momentan eine hoch brisante Mischung. Schon blöd, wenn kleinere Geschwister immer gerade genau da sein wollen wo man selber ist und genau mit den gleichen Spielsachen spielen wollen, mit dem man gerade selber spielt. 🙄

Meine erste Arbeitswoche liegt bereits hinter mir und es ist schockierend, was man in 15 Monten so alles vergessen erfolgreich verdrängen kann.

Herr Kathy hatte letzte Woche Geburtstag, den wir gestern mit Freunden nachgefeiert haben und ich bin scheinbar eine noch schlechtere Gastgeberin als ich dachte, denn von meinem gekochten Essen wurde fast nichts angerührt, während sich alle über die Rohkostplatte hermachten. Nächstes Mal dann halt nur Kaninchenfutter!

Heute hab ich auf dem St. Martinsumzug eine alte Freundin gesprochen. Sie ist Beleghebamme in einem nahegelegenen Krankenhaus und hat die Tage eine Sturzgeburt im Foyer des Krankenhauses erlebt. Ihre Version war  wesentlich amüsanter als die der Tageszeitung. 😉

Es gab Zeiten, da hab ich Kleider und Röcke gehasst wie die dazugehörigen Strumpfhosen. (Mag sein, daß an mir damals ein waschechter Junge verloren gegangen ist) Mittlerweile mag es die Frau Kathy allerdings auch ganz gerne Mal ein bisschen fraulicher.

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(Gastgeberinoutfit zu oben genannten Geburtstagsumtrunk)

8 November 2009 at 10:07 pm 8 Kommentare

Zwischenschlummer

Herr Tünnes lehnt Schlaf momentan kategorisch ab.

Tagsüber hat er seine bis zu drei Stunden Mittagsschlaf mal eben auf 45-60 Minuten reduziert und die Nacht erklärt er so zwischen 4 und 5 Uhr für beendet. Das er dann um die Mittagszeit hundemüde ist, ist dann ja auch nicht weiter verwunderlich, umso mehr dann aber das er mitten am Tag außerhalb seines Bettes noch auf meinem Arm einschläft.

Und so mußte ich dann doch schmunzeln, als er zum Ausziehen zwar aus eigener Kraft vor mir stand, jedoch tief und fest am schlummern war. 😉

3 November 2009 at 3:24 pm 2 Kommentare

Autsch

Zum Haare raufen haben wir hier übrigens einen Spezialisten im Haus.

Gezielt so schnell so viele Haare entfernen, keiner macht das mit so viel Freude und Inbrunst. 😉

DSC08621

3 November 2009 at 10:19 am 2 Kommentare

Kleidermännchen

Das Fräulein Ida ist ein Morgenmuffel.

Erst will sie nicht aus dem Bett, und dann will sie sich weder Waschen, noch Zähne putzen, noch Kämmen, noch Anziehen, noch Frühstücken, noch sonst etwas.

Anziehen war immer schon besonders problematisch, denn egal was Frau Kathy aus dem Schrank zieht, es ist zu eng, zu weit, zu groß, zu bunt, zu eintönig, zu was weiß ich.

Dann las ich bei Frau Antonmann vom Kleidermännchen und fand das irgendwie nicht nur süß, sondern auch ziemlich originell. So kam mir der Gedanke das Kleidermännchen auch einmal am Fräulein zu testen.

Und siehe da. Das Fräulein Ida und ich legen Abends vor dem Schlafen gehen das Kleidermännchen zurecht und am Morgen werden die Sachen ohne Murren und Knurren angezogen, die sie sonst sicherlich lauthals boykottiert hätte.

DSC08506

(Wenn ich es so ausgebreitet auf dem Boden liegen sehe, denke ich immer, Mensch, so groß isse doch noch gar nicht!)

Liebste Frau Antonmann, Ihre Ideen sind einfach immer wunderprächtig.

(Brotkekse sind hier übrigens auch immer noch ein Muß!)

21 Oktober 2009 at 8:55 pm Hinterlasse einen Kommentar

Kraxelhannes

Schon seit Wochen kann man den jüngsten Klopskopp des Hauses wirklich keine Sekunde aus den Augen lassen.

Jede Treppe, jede Leiter, jeder auch noch so kleinste Vorsprung wird genutzt um darauf wie wild herumzuklettern. Denn das Ziel ist klar. Hoch! Dahin, wo all die Dinge liegen, die man gerne hätte, aber nicht haben darf.

Herr Tünnes ist übersäht mit blauen Flecken. Am Kopf und an den Beinen ist es am Schlimmsten. Jedes Mal wenn mich jemand fragt, wo er denn die heftigen blauen Flecken her hat, bekomme ich ein schlechtes Gewissen nicht vernünftig auf ihn Acht gegeben zu haben. Nachdem ich mir nach einem etwas größeren Sturz einmal heftig Vorwürfe gemacht habe, weiß ich aber mittlerweile, daß es einfach unmöglich ist, ihn vor sämtlichen Stürzen zu bewahren. Selbst wenn ich direkt hinter ihm stehe kann es passieren, daß er mir unglücklich durch die Finger rutscht.

Das Fräulein war da ganz anders. Sie war langsam und vorsichtig. Man konnte sie ohne Treppensicherung hoch und runter lassen, ohne Angst zu haben, daß sie gleich die ganze Treppe heruntersegelt wenn man nicht hinter ihr stand. (Herr Tünnes macht sich starr wie ein Brett und rutscht einfach auf dem Bauch von oben bis nach unten in einer Tour hinunter)

Das Fräulein Ida hatte sich schnell damit abgefunden, wenn ein Schrank mit einem Schloss versiegelt war. Zu war halt zu. Herr Tünnes reißt und zerrt daran herum, bis er es tatsächlich offen hat. Und auch wenn man dann meint, och, mit den Dingen kann er ja eigentlich keinen Quatsch machen, Herr Tünnes belehrt uns eines Besseren.

Und wie der kleine Mann seine Wut zum Ausdruck bringen kann. Zu schön!

Da steht er im übrigen eimal seiner großen Schwester in nichts nach. Irgendwann zerspringen hier noch einmal unsere Scheiben. 🙄

Jemand zufällig auch so ein Exemplar zu Hause, der mir vielleicht erzählen mag, daß durchaus noch die Möglichkeit besteht, daß er sich zu einem ruhigen und ausgeglichenen Jungen entwickelt?

19 Oktober 2009 at 9:29 pm 6 Kommentare

Phö

Es kommt ja häufig vor, daß Herr und Frau Kathy in Anwesenheit ihrer zwei Scheißelkram deluxe verzapfenden Kinder sich in ein und dem gleichen Moment einander zuwenden, augenrollend Blicke austauschen und verdächtig auffallend stark die Köpfe schütteln…

…doch heute sagte Herr Kathy noch:

Aber DU hast sie in die Welt gesetzt!

Phö!

12 Oktober 2009 at 8:41 pm 6 Kommentare

Röckschen

Vor einigen Wochen hab ich in einem Anfall einen Rock gekauft. Einen Jeansrock. Vielleicht ist er eine Nummer zu klein, Sitzt recht eng und knaggisch an der Hüfte irgendwie, ist aber irre bequem.

Heute hab ich ihn das erste Mal angezogen und hab mich zu Hause auch ganz wohl gefühlt.

Bei einem Termin in der Bank mit Stiefeln statt Stulpen fühlte ich mich nach einigen Blicken dann allerdings nicht mehr so gut, irgendwie.

Zu nuttig kurz??? Oder was?

DSC08376

12 Oktober 2009 at 8:30 pm 18 Kommentare

Nicht lustig

Hat jemand von Euch vielleicht eine Ahnung, wieviel Kraft hinter einer beim Nähen abgebrochenen Nadel steckt?

Unschön, wenn einem dann die abgebrochene Spitze mit diesem Tempo ins Gesicht springt.

Autsch. 😦

1 Oktober 2009 at 9:33 pm 7 Kommentare

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